Crailsheim Chefarzt will mit Narkose-Mythen aufräumen

Crailsheim / pm 10.12.2018
Bei den Klinik­gesprächen im Dezember und Januar – das erste ist am Mittwoch in Crailsheim – geht es um Narkose.

Oft sei die Angst vor der Narkose größer als vor der eigentlichen Operation, schreibt das Crailsheimer Klinikum in einer Pressemitteilung. „Ich werde alle Narkoseformen vorstellen“, sagt Chefarzt Dr. Rüdiger Harle.  Ob Voll- oder Teilnarkose – jede Form der Narkoseverfahren sei für eine bestimmte Art von medizinischem Eingriff am besten geeignet.

Vollnarkosen erleichtern Operationen, weil sich Patienten in einem künstlichen Schlaf befinden. Bei der örtlichen Betäubung wird nur ein kleiner Bereich des Körpers schmerzfrei gemacht. Ein Spezialfall der örtlichen Narkose ist die sogenannte Regionalanästhesie, bei der größere Körperregionen betäubt werden. Die Patienten bleiben aber wach und ansprechbar.

Um seine Erläuterungen anschaulich zu machen, bringt der Anästhesist medizinische Gerätschaften und Produkte, wie tragbare Monitore, Beatmungsmasken, Tubusse, Kanülen und Schmerzkatheter mit, die bei den verschiedenen Narkoseformen zum Einsatz kommen. „Das Anfassen der Materialien ist ausdrück­lich erwünscht“, betont Dr. Harle, der ins Gespräch kommen möchte. Denn viele hätten bereits Erfahrungen mit Narkosen gemacht oder davon erzählt bekommen. So hört Dr. Harle zum Beispiel häufig, dass ältere Patienten nach einer Vollnarkose verwirrt sind. „Hier ist aber nicht allein die Narkose Ursache, sondern die Kombination aus Stress, ungewohnter Umgebung, gereiztem Immunsystem oder Schmerzzuständen“, ist der Arzt überzeugt. Auch mit anderen Mythen möchte Dr. Harle aufräumen.

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