CD-Kritik

RAINER HASENMAIER 20.09.2012
Das neue Album der Gaildorfer Band AOD ist eine Bereicherung der regionalen Musikszene - und im Prinzip jetzt schon Geschichte.

D 2012 / Unsigned / 11 Lieder / Hörtipps: "With Fire", "My Tears", "This Night", "Scarred your Heart"

Wie schon der Gruppenname AOD (Abyss of Destruction - Abgrund der Zerstörung), zeigt auch die erste CD Scarred (vernarbt, entstellt) an, wo die musikalische Reise hingeht. Sängerin Feben Herzog, die Gitarristen Tobias und Stephan, Bassist Jesse und der Schlagzeuger Phips bezeichnen ihre Musik als Metal Core, also nicht so hart wie Hard Core.

Gleich vom ersten Lied an geht die Post ab. Alle elf Lieder auf dem Album sind Eigenkompositionen, wobei Feben die Texte beiträgt, während die Musik und die Arrangements in gemeinsamen Sitzungen entstehen. Im Hessentaler Studio 141 von Roger Grüninger, der in der hiesigen Musikszene kein Unbekannter ist, entstand so eine Metal-CD, die es mühelos mit anderen, zum Teil bekannteren Namen, aufnehmen kann.

AOD sind bereits bei etlichen Festivals aufgetreten, unter anderem auch beim letztjährigen Summer Breeze. Zurzeit haben sie allerdings eine kleine Zwangspause eingelegt, da der Schlagzeuger Phips sein Engagement bei AOD beendet hat und noch kein Nachfolger gefunden ist. Scarred ist damit im Prinzip schon Geschichte: Die grandiose Erinnerung an die Urformation mit fantastischem Gitarrengewitter, knallhartem Schlagzeug und metallhaltigem Gesang, der bei genauerem Hinhören jedoch auch viele melodische Abschnitte hat. AOD und Scarred - eine Bereicherung der regionalen Musikszene und ein Muss nicht nur für Metalfans.

Kraftvolle Musik vom ersten Song an. AOD kann sich auch mit bekannteren Bands messen.

Otep, Arch Enemy, As I lay dying