Wahl Bürgermeisterwahl in Blaufelden: Petra Weber hat die Nase vorn

Blaufelden / HARALD ZIGAN 01.02.2015
Sie wurde schon im Vorfeld als Favoritin gehandelt: Petra Weber steht künftig an der Spitze der Gemeinde Blaufelden - bei der Bürgermeister-Wahl holte sie am Sonntag fulminante 88,0 Prozent der Stimmen.

Jubel brandete am Sonntag in der Mehrzweckhalle in Blaufelden auf, als Noch-Bürgermeister Klaus Köger (er hängt nach 16 Jahren den Schulzen-Job an den Nagel) kurz nach 19 Uhr das mit großer Spannung erwartete Ergebnis des Urnengangs verkündete: 2,5 Prozent für den 57 Jahre alten Verwaltungsfachwirt Hans Hartmann aus Niederstetten, 9,2 Prozent für den 50-jährigen Industriekaufmann Ralf Beyer aus Blaufelden - und sagenhafte 88,0 Prozent für die 48 Jahre alte Diplom-Verwaltungswirtin (FH) Petra Weber, die aus Sattelweiler bei Satteldorf stammt und derzeit die Verwaltung der Mannheimer Kunsthalle leitet.

Keinerlei Rolle spielte der vierte Kandidat Michael König (43) aus Niedersachsen, der für die mandatsverweigernde Partei "Nein-Idee" antrat und gerade mal 0,3 Prozent holte.

Erwartungsgemäß lag die Wahlbeteiligung in Blaufelden bei dieser Konstellation im demokratiefreundlichen Bereich: Immerhin 63,4 Prozent der Bürgerinnen und Bürger machten sich zum Gang in die Wahllokale auf.

Völlig überwältigt

Eine überglückliche Petra Weber kommentierte das Wahlergebnis so: "Ich bin völlig überwältigt und kann dieses Ergebnis noch gar nicht glauben. Ohne die gute Arbeit von Klaus Köger und dem Gemeinderat in den zurückliegenden Jahren hätte ich mich gar nicht erst in Blaufelden beworben." Petra Weber dankte auch ihren Konkurrenten für den fairen Wahlkampf. Sie wünschte sich selbst "Mut, niemals Hochmut und immer auch Demut" für das Amt.

Die "Hochburg" der neuen Bürgermeisterin lag mit 91,6 Prozent der Stimmen im Wahlbezirk Billingsbach. "Nur" 84,6 Prozent sicherte sich Petra Weber in Gammesfeld.
 



Ralf Beyer, der als Lokalmatador unter den vier Kandidaten einen durchaus guten Wahlkampf hinlegte, trug seine Wahlniederlage mit Fassung: "In dieser Deutlichkeit hätte ich dieses Ergebnis nicht erwartet. Die guten Erfahrungen im Wahlkampf möchte ich nicht missen - und mit dem Resultat kann ich leben." Sein bestes Einzelergebnis erzielte Beyer mit 13,3 Prozent in Gammesfeld. Die wenigsten Stimmen holte er mit 5,7 Prozent in Billingsbach.

Hans Hartmann zeigte sich ebenfalls als guter Verlierer: "Diese Zahl enttäuscht mich zwar schon ein bisschen - aber Blaufelden und der Frau Weber wünsche ich alles erdenklich Gute." Die größte Gunst erfuhr Hartmann mit 5,4 Prozent in Herrentierbach und die geringste mit 1,6 Prozent im Wahlbezirk Blaufelden M-Z (im Mutterort werden die Wähler nach dem Familiennamen in zwei Bezirke sortiert).

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