Klinik Brust- und Krebszentrum des Stauferklinikums in Mutlangen erfolgreich auditiert

Die Auditoren Dr. Ebner (Onkozert) und Rau (TÜV Süd) mit dem Onkologen Dr. von Abel im Gespräch. Foto: Privat
Die Auditoren Dr. Ebner (Onkozert) und Rau (TÜV Süd) mit dem Onkologen Dr. von Abel im Gespräch. Foto: Privat
Mutlangen / SWP 26.09.2012
Das interdisziplinäre Brustzentrum und das gynäkologische Krebszentrum am Stauferklinikum in Mutlangen, seit 2004 zertifiziert, hat sich gut weiterentwickelt. Die Einrichtung ist erneut auditiert worden.

Im Rahmen eines sogenannten Wiederholungsaudits sind die Strukturen, Prozesse und Ergebnisse des interdisziplinären Brustzentrums und des gynäkologischen Krebszentrums am Stauferklinikum in Mutlangen eingehend geprüft werden, wie die Klinikleitung berichtet. Der Fachauditor schließe seinen Bericht an die deutsche Krebsgesellschaft mit den Worten: "Der Gesamteindruck der Zentren in dem Audit hat Vorzeigequalität", heißt es in einer Presseerklärung des Klinikums.

Mit dem Zentrum eng verbunden und als Kooperationspartner eingebracht sind gynäkologische Fachärzte, Strahlentherapeuten, Pathologen, Radiologen, Hämatoonkologen, Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Fachpflegekräfte, Brückenpflege, Seelsorge und Sozialdienst. Gutartige Brusterkrankungen, Vorstufen bösartiger Erkrankungen und Krebserkrankungen der weiblichen Brust werden in Prävention, Diagnostik und Therapie beraten und behandelt. Gleiches gilt für gynäkologische Krebserkrankungen - etwa des Eierstocks oder der Gebärmutter.

Eine Patientin, die mit Beschwerden ihren Frauenarzt aufsucht, wird in diesem Netzwerk weitergeleitet; die Befunde werden mitgeteilt, und in interdisziplinären Besprechungen, sogenannten Tumorkonferenzen, werden die Befunde unter den beteiligten Fachdisziplinen diskutiert und eine gemeinsame Entscheidungslinie gefunden.

Diese diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen orientieren sich grundsätzlich an den Leitlinien, die von Fachgesellschaften verabschiedet werden. Oft jedoch ist eine individuelle Therapieentscheidung erforderlich, da die Leitlinien nicht vollständig oder in Gänze nicht zur Anwendung zu bringen sind.

Für die Patientin garantiert dieses Vorgehen die Anwendung des jeweils aktuellen Standes medizinischen Wissens. Die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien sorgt darüber hinaus dafür, dass neueste Entwicklungen in Diagnostik und Therapie angeboten werden können. Die besondere individuelle Krankheitssituation wird darüber hinaus psychoonkologisch, sozialmedizinisch und seelsorgerisch begleitet, die Verarbeitung und Bewältigung unterstützt.

Einen besonderen Stellenwert im Netzwerk haben Früherkennungs- und Präventionsmaßnahmen. Durch die Einführung des Mammografie-Screenings kommen viele Patientinnen zur Diagnose einer Brustkrebserkrankung, ohne selbst Symptome wahrgenommen zu haben. Ähnliches gilt für Patientinnen, die aus der Krebsvorsorgeuntersuchung der Frauenärzte heraus auffällig werden.

Trotz des guten Behandlungserfolges den man Frauen mit früh erkannten Karzinomerkrankungen in Aussicht stellen kann, sind viele tief erschrocken. Daher sind neben der Behandlung der Krebserkrankung durch operative Maßnahmen oder auch medikamentöse Therapien die Nachsorge beim betreuenden Frauenarzt, die intensive Beratung zu Themen wie Ernährung, Naturheilkunde und Sozialdienst besonders wichtig. Die Einbindung der Angehörigen in die Entscheidungsprozesse und flankierende Unterstützung durch aufsuchende Pflege (Brückenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Sozialdienste), bereitet den Weg zur Rehabilitation und unterstützt ihn.