Crailsheim Bis heute faszinierend: Spielzeugautomaten im Stadtmuseum

Crailsheim / PM 26.11.2014
Die Ausstellung "Made in Japan - Batteriespielzeug von 1950 bis 1970" wird am Sonntag, 30. November, um 11 Uhr im Crailsheimer Stadtmuseum im Spital eröffnet. Sammler Weidner führt ein.

Sie sind poppig, sie sind skurril, sie sind niedlich. Gebaut wurden die kleinen Spielzeugautomaten von circa 1950 bis 1970 in Japan. Die von Batterien betriebenen Motoren und Schaltanlagen im Inneren ermöglichten nicht nur Bewegungen, Glühbirnen ließen die Augen leuchten, kleine Magneten hoben Dinge an, aus der Nase wurde Rauch geblasen. Bewegungen und Tricks der ausgestellten Figuren sind im Film zu sehen.

Das Batteriespielzeug war für den Export bestimmt. Die Figuren und die mit lebhaften Bildern und englischen Aufschriften versehenen Verpackungen wurden in erster Linie für den amerikanischen Markt entworfen: Frankensteins Monster, die eifrig tippende Sekretärin "Miss Friday", Häuptling "Brave Eagle", der schlappohrige Hundechefkoch, die nach Fischen angelnde Katze.

Das fantasievolle Design wirkt im Rückblick zum Teil wie Pop-Art und nimmt stückweise den heute in Grafik und Spielzeug allgegenwärtigen "Manga-Stil" vorweg. Die 150 Batterieautomaten, die in Crailsheim zu sehen sind, sind Teil der Sammlung von Rosemarie und Götz Weidner aus München. Die Ausstellung ist die Fortsetzung der "Zieh mich auf!"-Schau, in der Figuren mit Uhrwerkantrieb zu sehen waren.

Bei der Eröffnung der Ausstellung am Sonntag führt der Filmarchitekt und Sammler Götz Weidner in das Thema ein und erzählt über die Leidenschaft für die originellen kleinen Automaten. Das Percussion-Duo "Max & More" aus Stuttgart verspricht akustische Überraschungen. Die beiden Musiker begleiten einen kurzen Film, in dem die Spielzeugautomaten auftreten, live. Zur Ausstellungseröffnung sind alle kleinen und großen Spielzeugfans eingeladen.

Info Am Mittwoch, 3. Dezember, und Mittwoch, 17. Dezember, werden jeweils um 16.30 Uhr Figuren in der Ausstellung im Crailsheimer Stadtmuseum vorgeführt. Die Ausstellung läuft bis zum 1. Februar 2015. Die Öffnungszeiten: mittwochs von 9 bis 19 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr.