Feuchtwangen Bilder wie Schnappschüsse

Feuchtwangen / PM 28.05.2014
Parallel zu den Kreuzgangspielen sind vom 29. Mai bis zum 17. August im Fränkischen Museum Werke des Expressonisten Oskar Kokoschka zu sehen.

Der österreichische Maler, Zeichner und Schriftsteller Oskar Kokoschka ist einer der wohl bekanntesten Vertreter des Expressionismus und sicherlich einer der vielseitigsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Im Rahmen des Feuchtwanger Kunstsommers sind Grafiken, Lithografien, Plakate und das die Beziehung zu Alma Mahler verarbeitende Gemälde "Der verschmähte Liebhaber" im Fränkischen Museum zu sehen.

Wie hingeworfen und unmittelbar wirken die Werke des Künstlers. Sie sind Schnappschüsse, Augenblicksdarstellungen, zum Teil scharf begrenzt auf einen präzisen Moment, zum Teil angedeutet und vage, vielleicht auf etwas Vergangenes oder Zukünftiges verweisend, endlos dabei scheinbar in der Motivauswahl, die von Selbstportraits, Akten und Tierdarstellungen bis hin zu kleinen spontanen Zeichnungen mit Grußadressen und Skizzen, die der Künstler auf Reisen anfertigte, reicht.

Einige dieser Skizzen, die zum Teil sehr persönliche Erlebnisse verarbeiten, sind in Form von Gemälden ausgearbeitet worden. Ein Beispiel hierfür ist das Gemälde "Der verschmähte Liebhaber", das auch in Feuchtwangen ausgestellt ist. Das Werk ist kurz vor Kokoschkas 80. Geburtstag 1966 für eine Ausstellung in Zürich entstanden.

Der Künstler hatte wahrscheinlich im Jahr davor einige Zeichnungen aus der Zeit mit Alma Mahler zufällig wiederentdeckt. Als Erinnerung und letzte Aussage zu seiner wechselvollen und aufsehenerregenden Beziehung zu der Komponistengattin malte er dieses Bild. Die dem Gemälde zugrunde liegenden Zeichnungen sind ebenfalls im Fränkischen Museum zu sehen.

Die Ausstellung wird heute mit einer Einführung des Kunstsammlers und Leihgebers Professor Heinz Spielmann aus Hamburg eröffnet. Er war mit Kokoschka persönlich verbunden; nicht wenige der Werke in seinem Besitz hat er noch vom Künstler persönlich erhalten, einige davon tragen sogar eine Widmung für Heinz Spielmann oder für Mitglieder seiner Familie. Info Professor Spielmann bietet am morgigen Donnerstag um 11 Uhr eine Führung an. Eine weitere Führung findet am 6. Juli (14 Uhr) statt.

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