Langenburg Tausende strömen zu den Gartentagen

Ein besonderes Flair herrscht wieder im Innenhof des Langenburger Schlosses, wo ein breites Angebot an Pflanzen, Dekoration und Kulinarischem zum Verweilen lockt.
Ein besonderes Flair herrscht wieder im Innenhof des Langenburger Schlosses, wo ein breites Angebot an Pflanzen, Dekoration und Kulinarischem zum Verweilen lockt. © Foto: Oliver Färber
Langenburg / Oliver Färber 03.09.2018
Vor allem der Samstag erlebt einen besonderen Ansturm an Gästen auf dem Langenburger Schlossareal. Bei der 15. Auflage übt die Veranstaltung weiter einen Reiz bis weit über die Region hinaus aus.

Zum Leid der Organisatoren, Aussteller und Besucher der 15. Gartentage hat die Sonne am Freitag und Sonntag eine Pause eingelegt. Dafür hat der Samstag in Langenburg eine vorher nur selten erlebte Aufmerksamkeit gefunden, sodass die Bilanz am Ende des Spektakels ordentlich ausfällt. „Es ist nur nicht so schön für die Gastronomen, weil bei Nieselwetter niemand so recht sitzen bleibt“, meint Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg.

Am Samstagnachmittag hat er keinen Grund zum Klagen. Eine Besucherschar nach der anderen speien die unermüdlich fahrenden, kostenlosen Pendelbusse aus. Nur zu Stoßzeiten müssen Gäste kurzzeitig warten, bis für sie Platz in einem Shuttle ist. „Es sind genug Parkplätze vorhanden, und ein Verkehrschaos ist ausgeblieben“, berichtet der Adlige. Die Besucher reagieren auch einsichtig. Die Blechlawinen stehen ordentlich an den Stadträndern und drunten bei Bächlingen.

Auf dem an sich geräumigen Schlossareal geht es nur an einigen Stellen eng zu – je nach Ausstellern oder Angebot. Leuchtende Blumen gibt es in allen Formen und Farben. Vor allem der Hinweis „Winterfest“ lockt wegen der zurückgegangenen Temperaturen so manchen Interessenten. Doch die Sonnenstrahlen bei 20 Grad am Samstag lassen so manche Jacke doch wieder verschwinden und erwecken das Interesse auch an Garten-Accessoires und -Sitzgelegenheiten erneut.

Zur Freude der Anbieter zückt so mancher Besucher da den Geldbeutel. „Unsere Produkte lassen sich leider nicht so einfach mitnehmen wie die anderer“, erklärt Michael Schramm, der über Gartenmöbel informiert.

Folgegeschäfte nach der Messe

Trotzdem habe er seinem Chef  am Freitag, besonders aber am Samstag schon einige Aufträge zur Lieferung an Kundenadressen verschafft. „Und man kommt hier ins Gespräch, tauscht Kontakt­daten aus. Das klappt in Langenburg immer sehr gut und verspricht einige Folgegeschäfte“, fügt er hinzu.

Gunther Loos steht etwas abseits der Stände. Zu seinen Füßen stehen mehrere Tüten, aus denen Pflanzen und Gartenschmuck herausragen. „Meine Frau ist im Kaufrausch. Ich weiß nicht mal, wo sie gerade ist“, sagt der 58-Jährige und grinst breit. Dass sie heute schon oft den Geldbeutel gezückt habe, das ärgere ihn nicht – im Gegenteil: „Ich genieße unseren Garten und finde es wirklich toll, wie viel Zeit sie da reinsteckt.“

Die Ludwigsburger sind zum zweiten Mal bei den Gartentagen. Loos lobt das Engagement der Aussteller und Veranstalter sowie das besonders bunte Angebot. „Auch wenn der eine oder andere am Stand mal unfreundlich und nur zielstrebig auf Geschäfte aus ist“, schränkt er ein. Trotzdem: Die Reise und den Eintritt sei die Messe wert gewesen. Er wolle wiederkommen.

Bilanz zieht Landschaftsarchitekt Martin Lohde, der mit seiner Veranstaltungsgesellschaft die Langenburger Gartentage alljährlich organisiert, am Sonntagnachmittag: „Wir hatten rund 22.000 Besucher.“ Etwas weniger als letztes Jahr – aber angesichts des Wetters sei er mehr als zufrieden. „Die Gäste kommen auch bei Regen“, hat er bemerkt. Die Veranstaltung habe sich etabliert. Mit rund 10.000 Gästen sei der Samstag der Haupttag gewesen.

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