Welzheim Bernlöhr folgt auf Holzner

Stabwechsel beim Zweckverband Wasserversorgung Menzlesmühle. Von links: Der neu gewählte Vorsitzende Thomas Bernlöhr, sein ausscheidender Vorgänger Hermann Holzner, die erste stellvertretende Vorsitzende, Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann aus Gschwend, der zweite stellvertretende Vorsitzende, Bürgermeister Dieter Gerstlauer aus Durlangen. Privatfoto
Stabwechsel beim Zweckverband Wasserversorgung Menzlesmühle. Von links: Der neu gewählte Vorsitzende Thomas Bernlöhr, sein ausscheidender Vorgänger Hermann Holzner, die erste stellvertretende Vorsitzende, Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann aus Gschwend, der zweite stellvertretende Vorsitzende, Bürgermeister Dieter Gerstlauer aus Durlangen. Privatfoto
Welzheim / SWP 15.11.2014
Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Wasserversorgung Menzlesmühle hat sich am vergangenen Montag in neuer Besetzung konstituiert. Zum Vorsitzenden wurde Thomas Bernlöhr gewählt.

Der Welzheimer Bürgermeister Thomas Bernlöhr ist bei der Verbandsversammlung des Zweckverbands Wasserversorgung Menzlesmühle einstimmig zum neuen Verbandsvorsitzenden gewählt worden. Gschwends Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann und Durlangens Bürgermeister Dieter Gerstlauer wurden dem Wahlvorschlag folgend ebenso einstimmig in ihren Ämtern als erste Stellvertreterin beziehungsweise als zweiter Stellvertreter bestätigt.

Der bisherige Verbandsvorsitzende Hermann Holzner hatte bereits 2009 angekündigt, dass er das Amt bei der nächsten Wahl zur Verfügung stellen werde. Er war mehr als 35 Jahren in verantwortlicher Funktion im Zweckverband tätig.

Im Anschluss an die Wahlen berichtete Geschäftsführer Hubert Barth über die Neueinstellung eines Wassermeisters. Hansjörg Hinderer, der sich kurz vorstellte, hat die Stelle zum ersten November angetreten. Als Elektromeister wird der für die elektrischen Anlagen zuständig sein.

Barth informierte die Versammlung auch, dass die Versicherung eines für die Brunnenregenerierung beauftragten Unternehmens der Kostenübernahme für eine Schadensbeseitigung zugestimmt habe.

Der neue Verbandsvorsitzende Thomas Bernlöhr verabschiedete die elf nicht mehr der Verbandsversammlung angehörenden Vertreter, die zusammengerechnet 90 Jahre Sitzungszugehörigkeit repräsentieren. Mit der Umsetzung der Leitungsbauvorhaben, aber auch mit den Investitionen in neue Steuerungen habe man die Grundlage geschaffen, dass eine gut funktionierende Wasserversorgung auch in Zukunft gesichert ist, sagte Bernlöhr, ehe er zum Abschied Wein und Buchgeschenke überreichte.

Zur Verabschiedung von Hermann Holzner zitierte Bernlöhr den Philosophen Heraklit: "panta rhei" - alles fließt. Damit sei auch gemeint, dass alles in einem immerwährenden Fluss und Wandel begriffen sei. Dass Zitat passe somit auch zur Verabschiedung eines Wasserverbandsvorsitzenden.

Die Schaffung des Zweckverbandes, so Bernlöhr, sei aus der Überzeugung entstanden, dass eine Gemeinschaft die Aufgabe der Wasserversorgung besser und effektiver erfüllen kann. Für solch eine Gemeinschaft sei Einigkeit notwendig. Der scheidende Vorsitzende habe die Einigkeit der Gemeinschaft in seiner Amtszeit bewahrt, was in Zeiten der weggefallenen Landesförderung sicher keine einfache Aufgabe war.

Besonders im Namen der Menschen, die im Verbandsgebiet mit Trinkwasser versorgt werden, sei Hermann Holzner für seinen jahrzehntelangen Einsatz zu danken. Seine Erfahrung und Umsicht hätten der Menzlesmühle gut getan. Es sei zu hoffen, dass ihm nach seiner Amtszeit als Bürgermeister die Jahre bei der Menzlesmühle ebenso gut getan haben. Hermann Holzner reist gerne und hat eine Leidenschaft für Motorräder. Der Verband dankte ihm mit einem Gutschein für die Miete eines Motorrades für eine mehrtägige Ausfahrt.

Trinkwasser für 33000 Menschen

Verband Dem Zweckverband Wasserversorgung Menzlesmühle gehören die Gemeinden Alfdorf, Kaisersbach und die Stadt Welzheim im Rems-Murr-Kreis an sowie die Gemeinden Durlangen, Gschwend und Spraitbach im Ostalbkreis. Sie entsenden den jeweiligen Bürgermeister und Gemeinderäte in die Verbandsversammlung.

Versorgung Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist es, für die rund 33000 im Versorgungsgebiet lebenden Menschen trinkbares Wasser bereitzustellen. Die Verbandsversammlung hat daher über die notwendigen Betriebs-, Unterhaltungs- und Investitionsausgaben zu entscheiden. Für erforderliche Investitionen werden Vermögensumlagen erhoben. Eine Satzungsänderung, die diese Umlage neu regelt, wurde nun von der Versammlung einstimmig beschlossen.

Vergabe In Gschwend-Dinglesmad konnte die Umsetzung einer Leitungsauswechslung mit einer Leitungserneuerung der Gemeinde Gschwend koordiniert werden. Da sich das Bauvolumen dadurch um 60 Prozent erhöht hat, wird die Vergabe für die Gemeinde und den Zweckverband um etwa 20 Prozent günstiger. Der 298000 Euro schwere Auftrag soll auf Vorschlag des Ingenieurbüros Riker & Rebmann, an die Firma Ebert aus Abtsgmünd Pommertsweiler vergeben werden.

SWP