Crailsheim Beratung und praktische Unterstützung

Nach langem Klinikaufenthalt konnte sich Hermann Wackler aus Goldbach vor zwei Wochen auf die Entlassung freuen. Mit Linda Salve vom Sozialdienst des Klinikums Crailsheim besprach er alle offenen Fragen und Hilfsangebote. Foto: Knut Siewert
Nach langem Klinikaufenthalt konnte sich Hermann Wackler aus Goldbach vor zwei Wochen auf die Entlassung freuen. Mit Linda Salve vom Sozialdienst des Klinikums Crailsheim besprach er alle offenen Fragen und Hilfsangebote. Foto: Knut Siewert
Crailsheim / KS 28.09.2012
"Wir stehen häufig an einem Wendepunkt im Leben eines Menschen", weiß Linda Salve, die als Teil des geriatrischen Teams beratend tätig ist und auch Schritte einleitet für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt.

Als Mitarbeiterin im Sozialdienst des Klinikums Crailsheim bietet sie speziell den Patienten der Altersheilkunde-Station und deren Angehörigen beziehungsweise vertrauten Menschen Hilfe in persönlichen, sozialen und sozialrechtlichen Fragen an. Sie kümmert sich um Formalitäten, die mit Erkrankungen, Einschränkungen, Behinderungen und dem künftigen Leben zu tun haben.

Da geht es unter anderem um die Pflegeversicherung und um die Einstufung beim Pflegegeld, aber auch um Anträge zur Sozialhilfe und Grundsicherung, um Betreuungsleistungen für Menschen mit Demenzerkrankungen, um den Schwerbehindertenausweis, um ambulante Pflege, Haus- und Nachbarschaftshilfe, um "Essen auf Rädern", um die Bereitstellung von Hilfsmitteln und die Einrichtung eines Hausnotrufs. Linda Salve gibt Tipps zur Vorsorge- und Generalvollmacht sowie zu Betreuungsverfahren.

Sehr individuell bespricht das geriatrische Team mit jedem Patienten und seinen Vertrauten etwa zur Halbzeit des geplanten Klinikaufenthalts, wann und wohin eine Entlassung erfolgen kann. Dabei klärt sich auch, ob zunächst eine Rehabilitation sinnvoll ist. Sehr offen wird erörtert, wo der hochbetagte Mensch künftig leben kann: zu Hause, im betreuten Wohnen, in Kurzzeitpflege oder im Seniorenheim.

"Der Wunsch des Patienten steht dabei immer im Vordergrund. Aber wir müssen auch gemeinsam überlegen, wie realistisch ein Wunsch ist und welche Unterstützungen nötig sind", erklärt Linda Salve.