Kupferzell Baustil in Erinnerung halten

Ein Pfarrer-Mayer-Haus in Wolpertshausen. Archivfoto
Ein Pfarrer-Mayer-Haus in Wolpertshausen. Archivfoto
SWP 12.03.2015
Nach dem Kupferzeller Pfarrer Johann Friedrich Mayer ist ein Hohenloher Baustil von Bauernhäusern benannt. In seinem Heimatort hat sich nun ein Verein gegründet, der an seine Werke erinnern möchte.

Der Vorstand der neu gegründeten Pfarrer-Mayer-Gesellschaft hat seine Arbeit aufgenommen. In der ersten Sitzung kamen die Ziele der Gesellschaft zur Sprache: Sie will die Erinnerung an die Verdienste Pfarrer Mayers um die Entwicklung der Hohenloher Landwirtschaft aufrechterhalten, sie pflegen und die Kenntnis über sein Lebenswerk vertiefen. Dies teilt der Kupferzeller Verein mit. Das Wissen um seine Persönlichkeit und seine Verdienste soll der Bevölkerung zugänglich gemacht werden.

Der Vorsitzende Heiner Werner berichtete, dass die Vereinssatzung durch das Finanzamt Öhringen anerkannt wurde. Dies hat Steuerbegünstigungen von Spenden und Mitgliedsbeiträgen zur Folge. "Ich freue mich, auch den Beitritt des Bauernverbandes Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems vermelden zu können", so der Vellberger Heimatkundler. Der Verein sei für die Aufnahme weiterer Privatpersonen und Körperschaften, auch der Gemeinde Kupferzell und Eigentümern von Pfarrer-Mayer-Häusern, offen. Beitrittswünsche könnten weiterhin an die evangelische Kirchengemeinde Kupferzell gerichtet werden. Schatzmeister Klaus Wunderlich kündigte an, zum 1. April die Mitgliedsbeiträge einzuziehen und Konten einzurichten.

Die Verein möchte mit dem Freilandmuseum Wackershofen zusammenarbeiten. Es ist geplant, auf der Kupferzeller Ebene einen informativen "Pfarrer-Mayer-Radweg" auszuweisen, der zu Stätten mit Bezug zu Mayers Wirken (markante Wohn-Stall-Häuser, Gipsbrüche und -mühlen, Stationen des Ochsenhandels oder aufgelassene Teiche) führen wird. Auch eine eigene Internetseite soll eingerichtet werden. Weitere Beschlüsse sollen in der nächsten Vorstandssitzung gefasst werden. Der Verein trifft sich dazu im April im Gasthof "Schwanen" in Herbsthausen, dem Geburtshaus von Pfarrer Johann Friedrich Mayer.