Bahnhof Bahnhöfe Blaufelden und Schrozberg jetzt in privater Hand

Fand für 24.000 Euro einen neuen Besitzer: der Bahnhof in Blaufelden. Der »Kollege« in Schrozberg erzielte 15.000 Euro bei der Auktion.
Fand für 24.000 Euro einen neuen Besitzer: der Bahnhof in Blaufelden. Der »Kollege« in Schrozberg erzielte 15.000 Euro bei der Auktion. © Foto: Harald Zigan
Blaufelden / HARALD ZIGAN 04.06.2013
Die Bahnhöfe in Blaufelden und Schrozberg haben ihre Liebhaber gefunden: Bei einer Auktion in Dresden erhielten zwei private Bieter den Zuschlag.

Die beiden Immobilien, die anno 1869 für die rund 100 Kilometer lange Tauber-Bahn von Crailsheim nach Wertheim errichtet wurden, stammen aus einem Paket der luxemburgischen Firma „Patron Elke Sarl“, die vor einigen Jahren über 1000 solcher Objekte von der Bahn kaufte.

Mit der Vermarktung beauftragte die Firma die „Sächsische Grundstücksauktionen AG“. Bei der Versteigerung in Dresden (das HT berichtete) waren auch die Bahnhöfe in Blaufelden und Schrozberg im Angebot.

Die Bahn selbst und ihre dort nach wie vor stationierten Fahrdienstleister sind als Mieter freilich unkündbar, was in einschlägigen Nutzungsverträgen festgehalten ist. Spätestens mit dem ab 2016 geplanten Bau eines neuen, zentralen Stellwerks für die Tauber-Bahn in Miltenberg dürften aber auch die Bahnbediensteten ausziehen.

Der Schrozberger Bürgermeister Klemens Izsak war bei der Auktion in Dresden „sicherheitshalber“ dabei, hob aber angesichts von womöglich immensen Sanierungskosten wohlweislich keine Hand für ein Gebot: „Es hat mich gewundert, dass nur wenige Leute anwesend waren – die meisten Gebote kamen per Telefon.“

Bei einem Mindestgebot von 9000 Euro fand der Bahnhof in Blaufelden schließlich für 24.000 Euro einen neuen Besitzer, bei dem es sich nach HT-Informationen um einen Privatmann aus Gerabronn handelt. Und bei einem Startpreis von 8000 Euro erzielte die Versteigerung des Bahnhofes in Schrozberg am Ende 15.000 Euro. Käufer war hier ebenfalls ein privater Investor aus Nehren im Kreis Tübingen.