Kupferzell Bagger nagen an Häusern

Dacian Balog bringt die Motorsäge am Giebel des Hauses am Marktplatz 10 zum Einsatz.
Dacian Balog bringt die Motorsäge am Giebel des Hauses am Marktplatz 10 zum Einsatz. © Foto: Juliane Renk
Kupferzell / JR 07.11.2014
In den kommenden Wochen werden in Kupferzell die Häuser am Marktplatz und der ehemalige BAG-Markt samt Turm verschwinden.

In der Öhringerstraße und am Marktplatz in Kupferzell kracht es beinahe ununterbrochen. Den Lärm machen die Männer der Abbruch-Firma SER aus Heilbronn. Ihre Aufgabe ist es, in den kommenden Tagen und Wochen die Häuser am Marktplatz 10 und 12 und den Turm samt dem ehemaligen BAG-Markt verschwinden zu lassen.

Rund 259 000 Euro kosten die Arbeiten. Die Ausschreibung, Bausubstanzerkundung und die Vergabe kosten rund 23 500 Euro. Der Abbruch wird vom Land zu 60 Prozent gefördert, da die Häuser zum Sanierungsplan "Ortsmitte II" zählen.

Auf einer fahrbahren Plattform steigen Timofte Evelin und Dacian Balog etwa zehn Meter auf. Da sie den First von Haus Nummer zehn in luftiger Höhe zerlegen, stecken beide Männer wie Bergsteiger in einer Sicherheitsweste und sind an der Bühne angegurtet.

In einer Woche sollen die Häuser am Marktplatz abgerissen sein. Die Bauarbeiter entfernen auch die Fundamente. Der Bagger nagt bereits am BAG-Markt, bald kommt der Turm an die Reihe. Rund sieben Wochen soll der Abriss dauern. Das BAG-Gebäude und der Turm sind dagegen weitaus aufwändiger. Schätzungen gehen von rund sieben Wochen aus, bis auf dem einstigen BAG-Gelände Leere herrscht. Während der Turm abgebrochen wird, wird auf dem Bagger ein Schlauch stecken, der das Mauerwerk permanent bespritzt, damit nicht zu viel Staub entsteht.

Eine weitere Firma entfernt Stoffe wie Asbest, Lackierungen und anderes. Die Männer stecken in Schutzkleidung und tragen Mundschutz. Schadstoffsanierer Thomas Berger erklärt, dass er und seine Kollegen den Asbest mit einer Speziallösung einsprühen, damit, wenn Platten brechen, keine Fasern in die Luft freigesetzt werden. Rund 1800 Quadratmeter Asbest-Dachplatten müssen die Männer ausbauen. Nach nur zwei Tagen Abbrucharbeiten sind bereits 15 Tonnen Schutt entstanden.

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