Crailsheim / Guido Seyerle Schlechtes Wetter? Gibt es nicht, wenn man auf der Suche nach einem neuen Wagen ist. Obwohl das Wochenende ungemütlich war, zeigten sich die sechs Autohäuser mit ihren Automeilentagen zufrieden.

Dutzende Autos wurden Probe gefahren. Hunderte Beratungsgespräche könnten in den kommenden Tagen zu einer festen Bestellung werden. „Wir hatten viele Leute mit konkretem Interesse da“, sagte beispielsweise Bernd Meiser. Opel sei weiter im Aufwind, bei Skoda bestehe größere Nachfrage nach SUVs: „Hohes und bequemes Sitzen, dazu das praktische Ein- und Aussteigen, das passt.“ Praktischerweise lockt die Automeile just zu der Zeit zum Wochenendbummel, wenn die Händler erfahrungsgemäß ihre größten Umsätze generieren.

Trend zur Teil-Elektrisierung

Patrick Sing von den Sing-Autohäusern sieht einen Trend zumindest zur Teil-Elektrisierung: „Elektro, Plug-in- und Mild-­Hybrid sind gefragt, nicht nur wegen den bis zu 6000 Euro Wechselprämie.“ Mit der letzteren Technikvariante würden außerdem sowohl Diesel wie auch Benziner rund zehn Prozent an Treibstoff sparen. Mazda 3 und Hyundai Tucson verkauften sich dementsprechend gut.

Mobilität Großes Angebot bei Automeilentagen

Fiat hat sich vom Design her in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. „Unsere Kunden haben heute ganz andere Möglichkeiten der Individualisierung“, sagte Philipp Kehl. Der 500er verkaufe sich phänomenal, und auch für die sonnenhungrigen Kunden gibt es Angebote – wie den Spider in der Ausstellungshalle, in dem Günter Dörrzapf aus Rosenberg Probe saß: „Ich habe bereits einen Fiat Doblò, einen Diesel, das ist am wirtschaftlichsten.“ Doch das Oben-ohne-Gefühl gefiel ihm durchaus, auch wenn die Wetterlage keine Probefahrt zuließ. Dafür hatte Kehl eine Lösung: „Als Sonne nehmen wir eine Taschenlampe. Und für den warmen Wind sorgt unser Heißluftfön.“

Gleich nebenan bot Audi Boliden mit bis zu 500 PS und mehr an. Dementsprechend dicht umlagert war der R8. Probe sitzen und einmal im Leben das Lenkrad dieses Sportwagens in der Hand fühlen waren angesagt. „So einen verkauft man nicht jeden Tag“, sagte Verkaufsberater Daniel Laukenmann. Mit einem Lächeln ergänzte er: „Ich verkaufe nur die Gebrauchten.“ Aber auch dort kann man erfolgreich sein. Laukenmann brachte vor Kurzem einen 400 PS starken RS3 an den Mann.

Wer sich im VW-Konzern und dessen Marken auskennt, der erlebte bei Seat eine Überraschung. Dort prangte auf dem Kühlergrill eines SUV ein kupferfarbenes Logo. „Wir sind einer von deutschlandweit 120 Cupra-­Partnern“, sagte Geschäftsführer Thomas Härterich. Cupra stehe dabei für das sportliche Erlebnis mit einer ordentlichen Prise Exklusivität. Härterich freute sich über die vielen Neugierigen, die auch einen Blick in den nagelneuen Seat-Verkaufsraum inklusive dem Duft von frischer Farbe und edlem Leder werfen wollten.

Das Modellbahnteam Blaufelden hat am Sonntag ihre Anlage in Modulbauweise im Gerabronner Bahnhof gezeigt.

„Unsere Verkäufer waren schon gestern sehr motiviert“, sagte Thomas Stegmaier vom Automobil-Forum am Sonntag. Die Besucher, die ins Autohaus kämen, hätten auch konkreten Beratungsbedarf zu Ford-Autos.

Porsche Consulting aus Bietigheim-Bissingen hält ab 2025 den Einsatz von Lufttaxis für möglich.

Digitalisierung pur

Bei Mercedes waren die B-Klasse-­Berater gefragt. Schließlich standen gleich fünf Neuwagen für Probefahrten zur Verfügung. „Wir haben sowohl Diesel- wie auch Benzinervarianten zur Auswahl, da kann der Kunde in Ruhe testen“, sagte Verkäufer Edgar Below. Beratung zu seinem Traumwagen benötigte Jan Schreiner nicht mehr. Der frühere Fußball-­Torjäger des TSV Crailsheim zeigte auf den GT4: „Das ist High End mit Digitalisierung pur.“

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