Aufegabelt

REDAKTION 01.10.2016
TEST

Mit einem (gar nicht so) mysteriösen Bauvorhaben hatte es der Gemeinderat Rot am See in seiner jüngsten Sitzung zu tun: Im Baugebiet Taubenrot will jemand einen Gartenpavillon errichten. So weit, so gewöhnlich. Blöd nur, dass das Bauwerk ein Flachdach bekommen soll – was der dortige Bebauungsplan nicht vorsieht. Und komisch, dass die Pläne stark an eine Fertiggarage erinnern.

„Vielleicht ist das ein verkappter Garagenpavillon“, sagte Gemeinderat Manfred Henninger und sorgte damit für Erheiterung im Gremium. „Wir können nur darüber diskutieren, ob wir eine Befreiung hinsichtlich der Dachform erteilen“, sagte Bürgermeister Siegfried Gröner. „Alles andere ist Spekulation.“

Wirklich? Der Architekt hat zwar „Gartenpavillon“ über seine Pläne geschrieben, aber an einer Stelle heißt es darin auch „geplante Garage“. Ein Freud’scher Verschreiber? Der Gemeinderat jedenfalls erteilte die Zustimmung zum Bauvorhaben nicht.

            +++

Diesen Abend wird Harald Haas aus Crailsheim nicht so schnell vergessen. Nicht nur deswegen, weil er als Vorsitzender des Kulturvereins „Adieu Tristesse“ zur Wiedereröffnung der Kammer-Lichtspiele eingeladen war, sondern weil er kurzerhand ins Programm eingebunden worden ist. So ist das halt, wenn man in der ersten Reihe sitzt: Dann landet man eben auch schnell mal auf der Bühne. Das bezaubernde Marilyn-Monroe-Double Doris Dee suchte einen Tanzpartner und fand ihn in Person von Harald Haas.

Den musste sie allerdings unter Einsatz ihres gesamten Marilyn-Charmes und mit sanfter Gewalt auf die Bühne locken – oder sollte man nicht besser schreiben: zerren? Weshalb sich Haas so zierte, wurde schnell klar: Er ist nicht das, was man als tänzerisches Naturtalent bezeichnen würde. Eher staksig folgte er den netten Aufforderungen von Marilyn. Da macht Haas hinterm Tresen der von ihm betriebenen Kulturkneipe „7180-Bar“ schon eine wesentliche bessere Figur. Übrigens: Das Konzertprogramm in der „Bar“ beginnt am 14. Oktober.