Crailsheim Auf einer Entdeckungstour

Von Triensbach aus ging es heuer Richtung Landwehr beim Radtourentag.
Von Triensbach aus ging es heuer Richtung Landwehr beim Radtourentag. © Foto: Sjurawa
Crailsheim / Ralf Snurawa 25.06.2018
Der Radtourentag beim SV Triensbach führt auch heuer wieder in schöne Ecken von Hohenlohe, die für viele der 250 Teilnehmer noch unbekannt sind.

Ein „tödlicher“ Buckel sei das gewesen bei Diembot, meint Ulrich Würtemberger. Der 57-jährige passionierte Radfahrer, der sich auf dem Drahtesel von seiner Arbeit bei Bausch & Ströbel erholt, hat fast an jedem Radtourentag des SV Triensbach teilgenommen.

Er ist bereits zurück von der 50 Kilometer langen „sportiven Radlerstrecke“, wie die Veranstalter, der SV Triensbach und die AOK, die anspruchsvollste der drei Touren genannt haben. Zu diesem Zeitpunkt starten andere gerade erst. Er komme immer gern zum Radtourentag, sagt Würtemberger, weil die jedes Jahr wechselnden Strecken landschaftlich einfach schön seien.

Das würden die meisten Teilnehmer am inzwischen 16. Triensbacher Radtourentag bestätigen, ergänzt die Vereinsvorsitzende Eva Koehler: „Sie erzählen, dass sie dabei in viele Ecken kommen, die sie sonst nicht sehen würden.“

Für Würtemberger waren die 50 Kilometer natürlich eher Erholung, weil er den Radsport intensiv betreibt. 6000 bis 7000 Kilometer sei er pro Jahr auf dem Fahrrad unterwegs. Die 50 Kilometer hat er in zwei Stunden geschafft – und war davor noch aus Oberspeltach mit dem Fahrrad gekommen.

Drei Touren zur Wahl 

Viele Teilnehmer bevorzugen diese Variante – also gleich mit dem Fahrrad zum Start radeln. Teilnehmer aus Kupferzell oder Waldenburg, die es unter den 249 Startern am Sonntag auch gibt, ziehen aufgrund der größeren Entfernung allerdings die Anfahrt mit dem Auto vor.

Dass so viele Menschen an diesem Radtourentag mitfahren, liegt wohl auch am Angebot. Neben der mit 50 Kilometern längsten Tour – der entfernteste Punkt zu Triensbach ist Hilgartshausen – wird noch die AOK-Familientour mit 20 Kilometern Länge angeboten, teilweise dem Kocher-Jagst-Radweg folgend. Kirchberg an der Jagst ist da der äußerste Streckenpunkt. Dazwischen gibt es noch die „Freizeitradlerstrecke“, die bis Rot am See reicht und 35 Kilometer lang ist. Man habe von Anfang an etwas bieten wollen, an dem jeder teilnehmen kann, blickt Wilhelm Albrecht zurück. Er ist eigentlich für das Bergwandern im SV
Triensbach zuständig, fährt aber seit Bestehen des Radtourentags mit – und hat trotz seiner 67 Jahre nur eine halbe Stunde länger als Würtemberger gebraucht.

Ideales Radler-Wetter

Etwa zwei Drittel aller Teilnehmer kämen immer wieder, hält Albrecht fest. Zwei Drittel seien, so Eva Koehler, auch AOK-Mitglieder. Für sie übernimmt die AOK, die den SV Triensbach beim Druck von Flyern und Plakaten finanziell unterstützt, die Startgebühren. AOK-Mitglieder erhalten bei Teilnahme am Radtourentag auch einen Stempel in ihr „ProFit“-Heft, das Teil eines Prämienprogramms der AOK Baden-Württemberg ist.

Ansonsten ist die Veranstaltung ähnlich erfolgreich wie in den Vorjahren, in denen im Durchschnitt ebenfalls 250 Teilnehmer zu verzeichnen waren. Dass es dieses Jahr nicht so heiß ist, empfinden viele Teilnehmer als ideal. Dieser Auffassung ist auch Wilhelm Schäfer, der wieder die Routen geplant hatte: „Was jedes Jahr aber schwieriger umzusetzen ist, sind die behördlichen Auflagen.“

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