Dörzbach Arnold Umformtechnik: 150 neue Jobs im Jagsttal

Dörzbach / TAMARA KÜHNER 13.11.2014
Es sind gute Nachrichten, die den Dörzbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigen. Der Schraubenhersteller Arnold Umformtechnik strebt 2015 eine erneute Betriebserweiterung an.

Für die Gemeinde bedeutet die Erweiterung nicht nur voraussichtliche Mehreinnahmen bei Gewerbe- und Einkommenssteuer, sondern auch weitere 150 Arbeitsplätze im Interkommunalen Gewerbe-Industrie-Park "Mittleres Jagsttal". Damit verdoppelt Arnold die Zahl seiner Beschäftigten in Dörzbach auf 300 in 2016. Lange überlegt haben die Räte deshalb nicht, bevor sie dem Baugesuch ihre Zustimmung gaben.

"Niemand hätte gedacht, dass auf dem ehemaligen Helios-Gelände ein Unternehmen mit solchen Dimensionen entsteht", sagt Bürgermeister Andy Kümmerle über die Entwicklung des Hohenloher Unternehmens, das eine Tochtergesellschaft von Würth ist. Kümmerle ist zudem überzeugt, dass davon auch die Kaufkraft in der Gemeinde zunimmt und der örtliche Einzelhandel profitiert.

Das Baugesuch, das Arnold-Geschäftsführer Dirk Döllner und Betriebsleiter Bernd Weidner den Dörzbacher Gemeinderäten präsentieren, sieht vor, dass drei neue Gebäude auf einer Fläche von 12,6 Hektar zum bisherigen Bestand hinzukommen. Die Produktion von Markenprodukten wird komplett an den Standort im Jagsttal verlegt. Neben der Erweiterung der Produktion sollen in den Neubauten unter anderem Sozial- und Ausbildungsräume geschaffen werden.

22 Millionen Euro investiert das Unternehmen in die Baumaßnahmen. Kosten von etwa sechs Millionen Euro sind zusätzlich für Maschinen und Anlagen vorgesehen. "So viel hat noch nie ein Unternehmen in den Standort Dörzbach investiert", führt Andy Kümmerle an und ist sichtlich erfreut.

Der Baustart ist für Anfang des nächsten Jahres geplant. Bis Ende 2015 sollen die Bagger bereits wieder abrücken. Doch abgeschlossen ist die Planung in Dörzbach für Arnold auch damit noch lange nicht. Das Standortkonzept des Unternehmens sieht weitere vier Neubauten bis zum Jahr 2024 vor. "Danach ist aber Schluss", erklärt Geschäftsführer Dirk Döllner dem Gremium. Für Arnold ist die Erweiterung ein notwendiger Schritt, um die Produktivität zu erhöhen, und logische Konsequenz der positiven Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre. "Wir sind in den letzten 20 Jahren im Schnitt um acht Prozent gewachsen", erklärt Dirk Döllner weiter. Die letzten drei Jahre sogar deutlich über zehn Prozent. 2014 rechnet das Unternehmen an den beiden Standorten Ernsbach und Dörzbach insgesamt mit einem Umsatz von rund 138 Millionen Euro.

Aus der Wirtschaftskrise sei Arnold im Vergleich gestärkt hervorgegangen. Nachdem man 2007 das Gelände von Helios/Mahr in Dörzbach übernommen hatte, gab es 2013 die erste Erweiterung mit dem Bau einer Produktionshalle.

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