Rosengarten Anschlüsse wären zwingend

Nahwärmeleitungen vor der Verlegung. Die Gemeinde Rosengarten hat sich ein Nahwärmekonzept für ein Baugebiet vorstellen lassen. Foto: Archiv
Nahwärmeleitungen vor der Verlegung. Die Gemeinde Rosengarten hat sich ein Nahwärmekonzept für ein Baugebiet vorstellen lassen. Foto: Archiv
Rosengarten / CHRISTA GLÜCK 29.09.2012
Die Haller Stadtwerke haben im Gemeinderat Rosengarten ein mögliches Nahwärmekonzept für das Neubaugebiet in Uttenhofen vorgestellt.

"Überlegungen zur Nahwärmeversorgung sind heute ein Muss", betonte Bürgermeister Jürgen König bei der letzten Gemeinderatssitzung in Rosengarten. Partner sind die Haller Stadtwerke. Beim Bioenergiedorf Raibach sind sie mit von der Partie.

Thomas Hoppenz, Leiter des Netzbetriebes der Stadtwerke, informierte über mögliche Wärmeversorgung mit Blockheizkraftwerk (BHKW) und Wärmenetz im Uttenhofener Neubaugebiet Am Jakobsweg. Im ersten Baugebiet wird es im Mischgebiet drei und im allgemeinen Wohngebiet 20 Bauplätze geben. Aufgebaut werden sollte die Nahwärmeversorgung auf der Basis der Kraft-Wärme-Kopplung.

Hoppenz verwies auf die neuen Wärme-Gesetze im Lande. Werden Heizungsanlagen ausgetauscht, müssen seit Januar 2010 mindestens zehn Prozent der für Heizung und Warmwasser benötigten Wärme mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden, bei Neubauten sind es 20 Prozent. Wohnungen und Gebäude, die an einen Wärmeverbund angeschlossen seien, erfüllten diese Vorgaben ohne zusätzliche Kosten, betonte er.

Als Beispiel nannte Hoppenz das Nahwärmenetz mit BHKW im Wohngebiet Steinäcker in Michelfeld. 75 Häuser, Grundschule, Kindergarten, Turn- und Mehrzweckhalle sowie das Mehrgenerationenhaus sind angeschlossen. Es gibt eine Anschlussleistung von 800 Kilowatt und einen jährlichen Wärmebedarf von 1350 Megawattstunden. Diese Zahlen ergeben eine günstige Rendite, berichtete Hoppenz.

Der erste Bauabschnitt in Uttenhofen sei relativ klein, die Wirtschaftlichkeit müsse aber noch erarbeitet werden, sagte Hoppenz. Wenn die Nahwärmeversorgung dort realisiert werden sollte, würden die Stadtwerke Schwäbisch Hall dies unterstützen.

Einige Vereinbarungen müssten dafür aber erfüllt werden. Der Fernwärmeanschluss beispielsweise müsse zwingend mit dem Grundstück verkauft werden, weitere Abnehmer sollten in das Gesamtkonzept eingebunden werden und im Bestandsgebiet sollte es eine Vereinbarung zur Fernwärmeversorgung geben.

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