Stonewall" sei für ihn persönlich sehr wichtig, sagt Roland Emmerich über seinen Film. Doch allein der Trailer sorgt schon Wochen vor Erscheinen für Proteste von Homo- und Transsexuellen.

Im "Stonewall Inn" in der New Yorker Christopher Street im Szeneviertel Greenwich Village nahm 1969 die Schwulen- und Lesbenbewegung als Widerstand gegen die Polizeirazzien ihren Anfang. Ende September soll nun ein Film über den Stonewall-Aufstand ins Kino kommen, in Szene gesetzt von dem deutschen Star-Regisseur Roland Emmerich ("Independence Day", "The Day After Tomorrow", "2012").

Doch bereits ein Trailer ruft Protest bei Schwulen, Lesben, Transgendern und Transsexuellen hervor. "Weißgewaschen" sei der Film. In der drei Minuten langen Vorschau liegt der Fokus auf einem weißen Darsteller. Die Kritiker vermissen Vielfalt in den sexuellen Orientierungen und der ethnischen Zugehörigkeit der Charaktere des Films. Emmerich verzichte außerdem auf die Besetzung transsexueller Rollen mit transsexuellen Schauspielern. Aktivisten rufen zum Boykott des Films auf.

Roland Emmerich, selbst offen schwul, verteidigte sich über Facebook. Er habe sich bei seinem Film, der fiktionalisiert und verdichtet sein müsse, stellvertretend auf einen jungen Schwulen aus dem Mittleren Westen der USA konzentriert.