Ingelfingen Alberti-Preis geht an Wiener Paläontologen

Ingelfingen / SWP 04.11.2014
Andreas Kroh vom Naturhistorischen Museum Wien und Jörn Peckmann von der Uni Wien erhalten in Ingelfingen den Friedrich-von-Alberti-Preis.

Zum mittlerweile elften Mal wird am Freitag, 7. November, in Ingelfingen der mit 10000 Euro dotierte Friedrich-von-Alberti-Preis der Hohenloher Muschelkalkwerke verliehen. Heuer geht der Preis zu gleichen Teilen an die Paläontologen Dr. Andreas Kroh vom Naturhistorischen Museum in Wien sowie an Professor Dr. Jörn Peckmann von der Universität Wien.

Die 1997 von 20 Unternehmen begründete nach dem deutschen Geologen Friedrich August von Alberti (1795-1878) benannte Stiftung würdigt mit dem Wissenschaftspreis herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Paläontologie, der Lehre von den ausgestorbenen Pflanzen und Tieren. Geehrt werden im Wechsel Berufspaläontologen und Amateure.

Andreas Kroh erhält die Auszeichnung in Würdigung seiner "Verdienste um die nachhaltige Sicherung und Veröffentlichung des paläontologischen Typenmaterials in Österreich und seine Arbeiten, vor allem über fossile Seeigel, in denen er klassische und moderne phylogenetische Methoden verbindet", heißt es in einer Mitteilung. Damit trage er zur Zukunftsfähigkeit der Paläontologie bei.

Jörn Peckmann wird mit dem Preis für die Erforschung der Geobiologie von Extrembiotopen gewürdigt sowie für seine Arbeiten über die "phylogenetische Entwicklung von Cold-Seep-Gemeinschaften", die international hohe Beachtung gefunden und der Fachdisziplin Paläontologie neue Wege aufgezeigt haben.

Der Preis wird am kommenden Freitag um 19 Uhr in einer öffentlichen Veranstaltung in der Stadthalle Ingelfingen verliehen.