Brüssel Aigner kritisiert Förderpläne

Brüssel / DPA 25.09.2012

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) fürchtet den Verlust von EU-Agrarfördergeldern für einige sogenannte "benachteiligte Gebiete". Deutschland kritisiert die geplante Neudefinition der Kriterien für die Vergabe solcher Gelder, die zum Beispiel Bauern auf weniger ertragreichen Flächen beantragen können. Nach derzeitiger Planung würde sich die Verteilung völlig ändern, monierte Aigner beim EU-Agrarministertreffen in Brüssel.

Deutschland will die Diskussion über die Neudefinition dieser Gebiete vom Rest der laufenden Agrarreform trennen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos lehnt das ab. Derzeit haben die einzelnen EU-Länder viel Spielraum bei der Anerkennung benachteiligter Gebiete. Seit Jahrzehnten habe es hier keine Revision gegeben, beklagte Ciolos. Ciolos will die derzeit mehr als 140 Kriterien auf acht reduzieren.