Vier Mitglieder der Bürgerinitiative haben den Rat der Stadtwerke befolgt und sind ins bayerische Dürrwangen gereist, schreibt Karl-Heinz Glandorf, Sprecher der Gruppe. Die Situation dort sei nicht mit der in Michelbach vergleichbar. Die Windkraftanlagen seien zwar genau so hoch wie jene, die in Michelbach geplant sind, da höre die Vergleichbarkeit aber auf. Topographie und Infrastruktur seien "völlig anders", so Glandorf.

Der Ortsrand von Dürrwangen liege rund 30 Meter niedriger als der Standort der Windkraftanlagen. In Michelbach müsste man zur Höhe der Windkraftanlagen von knapp 190 Metern auch den Höhenunterschied zwischen Dorf und Kohlenstraße hinzuzurechnen. Die Anlagen würde das Niveau des Dorfes um gut 300 Meter überragen.

Die Abstände zwischen den bayrischen Windkraftanlagen und den Wohngebieten sei größer. Der Dürrwanger Hauptort liege mehr als drei Kilometer entfernt. Nur vom Ortsrand seien die Rotoren zu sehen. Die Bürger des Teilortes Sulzach würden durch Lärm belästigt - obwohl auch dort der Abstand zwei Kilometer betrage. Die Bürgerinitiative meint, dass eine ähnliche Situation für Herlebach und Oberfischach eintreten könnte.

Die Erschließung für den Bau der Anlagen in Bayern sei durch die geringe Entfernung zur Straße ein Leichtes gewesen. In Michelbach sei dies mit einem viel größerem Waldeinschlag verbunden.

Info Der Michelbacher Rat befasst sich am Mittwoch, 16. Januar, ab 19.30 Uhr im Feuerwehrmagazin zwar nicht mit den Potenzialflächen, gibt aber eine Stellungnahme zu den Teilflächennutzungsplänen Windenergie der Nachbargemeinden ab.

Der vollständige Bericht zum Download auf www.hallertagblatt.de/dokumentation