Crailsheim „Und Gespenster gibt es . . . doch!“

Beeindruckende Leistungen boten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihrem Oscar-Wilde-Klassiker.
Beeindruckende Leistungen boten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihrem Oscar-Wilde-Klassiker. © Foto: Foto: ASG
Crailsheim / swp 06.07.2018
Die Unterstufen-Theater-AG des Albert-Schweitzer-Gymnasiums interpretiert einen Oscar-Wilde-Klassiker neu.

Einen unterhalt­sam-spannenden Theaterabend erwarteten zahlreiche Zuschauer in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Wie sich herausstellte, war Oscar Wildes fantastischer Stoff – „Das Gespenst von Canterville“ – Grundlage für die originelle Inszenierung.

Ort des Geschehens: die düstere Bibliothek im Schloss Canterville. Zwei Touristinnen (Jana Piontek und Mascha Rybak) sehen sich fasziniert um. Gruselige Stimmung kommt auf, als Haushälterin Mrs. Umney (Fiona Kaiser) mit ihrer rechten Hand Emma (Alexandra Maier) den Besucherinnen bildlich vor Augen führt, dass es im Schloss spukt. In die Szene hinein platzen zwei geschäftstüchtige Nachbarinnen (Lara Selenski und Julia Korn).

Danach beginnt die eigentliche Handlung mit einem Gespräch zwischen Lord Canterville (Valentin Gideon) und dem amerikanischen Botschafter Mr. Otis (Lasse Mugele). Die Gerüchte um ein Schlossgespenst lassen Mr. Otis kalt. Er kauft das verfallene Schloss als neues Zuhause für sich, seine Frau (Victoria Ruppert) und die fünf Kinder.

Welt auf den Kopf gestellt

Mit dem Einzug stellt die Familie die jahrhundertealte Welt des Schlosses auf den Kopf. So wird der mysteriöse Blutfleck auf dem Fußboden, klarer Beweis für die Existenz des Gespensts, vom ältesten Sohn Washington (Chiara Klewitz) per Reinigungsstift entfernt. Und auch als das Gespenst Sir Simon (in wechselnder Besetzung Lara Schuster, Valerie Meiser und Lena Meider) tatsächlich in Erscheinung tritt, löst es mit seinem furchterregenden Aussehen (Maske: Elsa Hofmann) allenfalls bei der jüngsten Tochter Lola (Jovana Erak) Angst und Schrecken aus. Nur die frechen Zwillinge (Leni Mugele und Mia Kreuziger) machen dem Gespenst mit Streichen das Leben schwer.

Anfangs noch wild zum Kampf entschlossen, resigniert das Gespenst. Währenddessen veranstaltet Familie Otis ein großes Picknick. Mrs. Otis‘ beste Freundin Charlotte (Marie Brenner) hat bei der Planung geholfen. Auch der temperamentvolle Herzog von Cheshire (Pascal Hofmann), der sich Hals über Kopf in Virginia (Enie Lehnert), die älteste Tochter der Familie, verliebt hat, ist mit seinem Freund (Hannes Voigtländer) eingeladen. Als Virginia nach dem Picknick mit ihrer Katze (Fine Eisenbeiß) nach Hause kommt, trifft sie auf Sir Simon. Es kommt zum emotionalen Gespräch, bei dem Sir Simon Virginia offen seine traurige Geschichte erzählt und sie bittet, ihm zu helfen, endlich Ruhe und Frieden zu finden.

Während Virginia verschwunden ist, sucht ihre Familie verzweifelt nach ihr. Aber Virginia ist unauffindbar – bis sie um Mitternacht mit einem Kästchen voll kostbarer Juwelen, das ihr Sir Simon geschenkt hat, in die Bibliothek tritt. Durch Sir Simons Erlösung ist ein Happy End möglich. Mit dem Satz „Liebe ist stärker als Leben und Tod“ endet die rundum gelungene Aufführung, zu der auch die Technik-AG sowie die Kulissen-AG einen großen Beitrag leisteten.

Mit großem Applaus belohnt

Beeindruckend war die Eigenleistung der 21 ASG-ler, die unter Leitung von Martina Fondy kreativ an der Inszenierung mitgewirkt hatten. Zu Recht belohnte das Publikum die jungen Darsteller mit großem Applaus.

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