Crailsheim „Mehr als Stuttgart und ein Stückchen Bodensee“

Wie viel Gartenschau-Potenzial die Stadt Crailsheim schon heute hat, zeigt dieser seit einigen Wochen mögliche Blick in die Jagstaue beim Bullinger Eck.
Wie viel Gartenschau-Potenzial die Stadt Crailsheim schon heute hat, zeigt dieser seit einigen Wochen mögliche Blick in die Jagstaue beim Bullinger Eck. © Foto: Andreas Harthan
Crailsheim / Andreas Harthan 13.07.2018
Landesgartenschau: Die Stadt Crailsheim hofft, dass der Zuschlag für Ellwangen ihre Chancen nicht verschlechtert. OB setzt auf „tadelloses Konzept“.

Die Nachricht, dass die Nachbarstadt Ellwangen 2026 die Landesgartenschau ausrichten darf, ist in Crailsheim nur auf verhaltene Freude gestoßen. So sehr man den Ellwangern den Zuschlag gönnt, so groß ist die Sorge, dass sich nun die Chancen der Stadt Crailsheim, die keine 25 Kilometer entfernt liegt, verschlechtert haben. Für Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer steht fest: „Der Zuschlag für Ellwangen hat die Chancen für Crailsheims Bewerbung nicht verbessert.“ Er sieht jedoch keinen Anlass, die Flinte ins Korn zu werfen. Es liege nun an Bürgerschaft, Gemeinderat und Stadtverwaltung, „mit einem tadellosen Konzept und einer Woge der Begeisterung die Bewertungskommission und den Ministerrat zu überzeugen, dass Crailsheim eine Ausrichtung verdient“.

Vorbereitet wird in der Landeshauptstadt derzeit die Ausschreibung der Landesgartenschau-Veranstaltungsjahre 2031 bis 2035. Für diese Tranche möchte sich Crailsheim bewerben. Kommt die Stadt tatsächlich in diesem Zeitraum zum Zug, würden zwei Landesgartenschauen relativ dicht aufeinander in einer Region stattfinden. Für Oberbürgermeister Grimmer ist das überhaupt kein Problem. Ellwangen 2026 und Crailsheim spätestens 2035 – darin sieht er keine bevorzugte Behandlung. „Vielmehr“, betont er auf HT-Anfrage, „wäre dies ein wünschenswertes und wichtiges Signal, dass Baden-Württemberg mehr ist als Stuttgart und ein Stückchen Bodensee“.

Grimmer ist zuversichtlich, dass es für Bewertungskommission und Landesregierung wichtigere Kriterien gibt als die Entfernung zwischen zwei Städten. Er setzt auf eine „tadellose“ Bewerbung. Da kommt es der Stadt gerade recht, dass die Bewerbungsfrist für die angestrebte  Tranche erst im Dezember 2019 endet, und nicht, wie bisher angenommen, schon Ende diesen Jahres. Nun steht also ein viel längerer Zeitraum für die Erarbeitung der Bewerbung zur Verfügung.

Bürger werden informiert

Vorarbeiten im Hinblick auf die Bewerbung hat das Landschaftsarchitektenbüro Luz in Stuttgart schon erbracht (das HT berichtete). In diesen Überlegungen ist die Jagst das dominierende und die einzelnen Bereiche verbindende Element. Der Fluss verbindet die fünf Areale, die die Planer als Schwerpunkte einer Landesgartenschau in Crailsheim ausgemacht haben. Über diese Planung soll nun die Bürgerschaft unterrichtet werden. Auf Drängen des Gemeinderates wird das noch in diesem Jahr geschehen.

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