„Die Vermietung der Onolzheimer Halle an die AfD mit ihren Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen entspricht den städtischen Richtlinien und ist nicht als Billigung oder Zustimmung zu dieser Partei und ihren Inhalten zu verstehen.

Demokratie ist kein Selbstläufer, deshalb müssen wir als Demokraten immer wieder neu um demokratische Formen und Umgangsweisen ringen. Die AfD hat eine gewalttätige, ausgrenzende und teils hass­er­füllte Sprache in die Politik und die Parlamente gebracht. Die Idee, die Erinnerungskultur an die Verbrechen der Nazi­zeit zu beseitigen, verstehen wir als Aufkündigung des demokratischen Konsenses, der sich in der Auseinandersetzung mit dieser Diktatur und ihren Verbrechen in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.

Nachdem der Zweite Weltkrieg in Crailsheim tiefe Spuren hinterlassen hat, ist Crailsheim heute, 70 Jahre später, eine blühende und wirtschaftlich erstarkende Stadt mit großem Potenzial für eine gute Zukunft. Wir sehen unsere Stadt als ein weltoffenes, buntes, liberales und tolerantes Gemeinwesen. Wir bekunden allen hier lebenden ausländischen Mitbürgern, die aus verschiedensten Gründen zu uns gekommen sind und unsere demokratische Grundordnung bejahen, dass sie willkommen sind. Wir stehen ein für ein Crailsheim, in dem kein Platz für Fremdenfeindlichkeit und rechte oder linke Hetze ist. Wir stehen ein für ein Crailsheim, in dem alle in einem lebenswerten und friedvollen Miteinander ihren Platz finden.“

Unterzeichner: Gernot Mitsch, Peter Gansky, Hermann Wagner, Gerhard Neidlein, Magnus Krause, Eva Kochendörfer, Karin Hübsch, Norbert Berg, Uwe Berger, Nicole Lehmann, Helmut W. Rüeck, Roland Klie, Karl Druckenmüller, Helga Hartleitner, Friedrich Lober, Eva Doose, Markus Schmidt, Christian Hellenschmidt, Charlotte Rehbach, Dirk Beyermann, Tobias Mietz, Dennis Arendt, Ceylan Bisgin, Sebastian Klunker, Werner Ehrmann-Krauß, Wolfgang Ansel

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