Schwäbisch Gmünd "Feldversuch" endet mit Künstlergespräch

Blick in die Ausstellung "Feldversuch", im Vordergrund die Arbeit "Zentrum" von Hans Schüle im Dialog mit Malerei von Thomas Heger. Privatfoto
Blick in die Ausstellung "Feldversuch", im Vordergrund die Arbeit "Zentrum" von Hans Schüle im Dialog mit Malerei von Thomas Heger. Privatfoto
Schwäbisch Gmünd / SWP 21.11.2014
Die Ausstellung "Feldversuch" im Prediger vereint Malerei von Thomas Heger und Skulpturen von Hans Schüle. Sie endet am Sonntag, 23. November.

Zum Abschluss der Werkschau "Feldversuche" im Prediger in Gmünd gibt es am kommenden Sonntag um 15 Uhr ein Künstlergespräch mit Thomas Heger und Hans Schüle. Die Moderation hat Joachim Haller. Mit gefühlvollen Improvisationen auf dem Saxophon stimmt Uwe Werner auf das Künstlergespräch ein.

Im erstmaligen Gegenüber der Künstlerwerke von Thomas Heger und Hans Schüle eröffnet sich ein spannender Dialog, der zeigt: bei aller Gegensätzlichkeit der Gattungen und Eigenständigkeit der beiden künstlerischen Positionen teilen die beiden Vieles in ihrer künstlerischen Auffassung. Beide Künstler loten den Raum aus, den sie befragen und mit ihren Mitteln zu durchdringen suchen.

Beider Werk oszilliert zwischen Transparenz und Geschlossenheit. Beide eröffnen in ihren Arbeiten einen stetigen Fokus- und Perspektivenwechsel. Auf der einen Seite Thomas Heger. Dessen Gemälde changieren zwischen Abbildhaftigkeit und Abstraktion, leben vom Wechselspiel von Linie und Farbe, von Fläche und Raum. In eine abstrakte Grundordnung hinein platziert Heger Gegenstände des Alltags. In seinen neueren Bildern malt er Gärten, Wiesen und Felder sowie Städte als autonome Landschaftsräume, durch die zu Miniaturen geschrumpfte Menschen "wandern".

Mittels perfekt angelegter Form- und Farbüberlagerungen sowie durch ungewohnte Perspektiven und widersprüchliche Proportionen gelingen Illusionsräume, die Sehgewohnheiten befragen und zu einer Neubewertung anregen.

Auf der anderen Seite Hans Schüle: Aus Metallen wie Aluminium, Messing, Kupfer oder Stahl formt er allansichtige, dreidimensionale, mitunter hoch komplexe Gebilde. In den Werkgruppen der "Hybride" und "Fraktale", die in der Ausstellung im Mittelpunkt stehen, transformiert er den mikroskopischen Blick auf natürliche Strukturen und Lebensformen in zum Teil monumentale Skulpturen.

Sie sind abstrakte Formensprache, versehen mit vielfältigen Assoziationen, sind eine dynamische Auseinandersetzung mit Gegensätzen: zwischen kühlem Industrieprodukt und organischer Form, Statik und schwellendem Wachstum, Schwere und Leichtigkeit.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel