Weipertshofen Schlepper auf Herz und Nieren getestet

Erst wenn Blinker, Lenkung und die Bremse einwandfrei in Ordnung sind, gibt es die Plakette von TÜV-Prüfer Heiko Schwarz. Auch der über 60 Jahre alte, grüne Schlepper von Landwirt Erich Rück bestand den Prüftest ohne Mängel.
Erst wenn Blinker, Lenkung und die Bremse einwandfrei in Ordnung sind, gibt es die Plakette von TÜV-Prüfer Heiko Schwarz. Auch der über 60 Jahre alte, grüne Schlepper von Landwirt Erich Rück bestand den Prüftest ohne Mängel. © Foto: Jana Wengert
Weipertshofen / Jana Wengert 23.02.2018
Oldtimer und aktuelle Maschinen hat der Tüv auf dem Kirchplatz in Weipertshofen überprüft.

So unangenehm der Besuch beim TÜV wohl auch für fast jeden Fahrzeughalter sein mag, umso erfreuter ist er, die neue Plakette in den Händen zu halten. Genauso erging es jetzt auch den Landwirten aus Weipertshofen, als am Dienstag der Termin mit dem Prüfer anstand.

Acht Traktoren standen am frühen Morgen auf dem Kirchplatz in Weipertshofen bereit, um von Heiko Schwarz, dem Prüfer der TÜV-Stelle in Crailsheim, auf Herz und Nieren getestet zu werden. Nachdem Blinker, Hupe und Lenkung einwandfrei funktionierten, stand noch der Bremsentest auf dem Programm. Unter den Schleppern waren neben neueren Modellen auch Oldtimer von Lanz bis Fendt, die bereits mehr als 60 Jahre alt sind und sogar schon an mehreren Umzügen des Fränkischen Volksfestes teilgenommen haben.

Viele der wertvollen Traktoren stehen das Jahr über gut behütet in den Garagen der Besitzer. Mit anderen wird allerdings auch noch richtig gearbeitet. „Ich fahre raus aufs Feld, muss Futter holen oder die Felder pflegen“, sagt Erich Rück. Zusammen mit seinem Sohn Florian brachte er diesmal gleich vier seiner Oldtimer-Schlepper zum Prüftest. Der Landwirt wohnt glücklicherweise nicht weit vom Kirchplatz entfernt.

Der Rentner Georg Bleher hingegen kam sogar aus dem Nachbarort Käsbach angefahren, um seinen Traktor prüfen zu lassen. „Der Treffpunkt auf dem Kirchplatz ist wirklich praktisch, weil man dann mit den Schleppern nicht bis nach Crailsheim reinfahren muss“, sagt Bleher. Das sei nämlich alles andere als angenehm.

Die Schlepper sind mit ihren rund 30 Kilometern pro Stunde ziemlich langsam unterwegs, und in den frühen Morgenstunden kann es dabei schnell unangenehm kalt werden. Davon kann auch Werner Glück mit seinem fast 60 Jahre alten Fendt Schlepper ein Lied singen: „Ich hab mir für den kurzen Weg sogar schon zwei dicke Jacken angezogen, und es ist immer noch kalt.“ Eine Heizung im Traktor zählt schon zum wahren Luxus.

Den Prüftest bestanden allerdings alle angemeldeten Schlepper. Sie erhielten die neue Plakette. „Manchmal kann es aber auch vorkommen, dass die Reifen abgefahren sind oder die Elektronik bei der Kälte versagt“, erklärt Schwarz. Dadurch, dass der TÜV-Termin schon weit im Voraus feststand, konnten sich die Fahrzeughalter gut darauf vorbereiten und ihre Schlepper bei Bedarf reparieren. In einem Jahr geht es dann für einige der Traktoren erneut auf dem Kirchplatz zum Prüftest.

Hier läuft die Zugmaschinenaktion auch noch

Weitere Termine im Februar zur Überprüfung der Schlepper durch den TÜV stehen in folgenden Gemeinden an: Heute prüfen die TÜV-Experten von 8 bis 10 Uhr bei der Firma Weinmann in Michelbach an der Heide. Am Montag, 26. Februar, sind sie von 8 bis 12 Uhr bei der Firma Lay in ­Schmalfelden und von 13 bis 14.30 Uhr am Rathaus in Herrentierbach sowie von 15 bis 16 Uhr bei der Firma Gutöhrlein in Raboldshausen. Am Mittwoch, 28. Februar, geht es weiter von 8 bis 9 Uhr bei der Firma Vetter in Reubach, von 9.15 bis 10.45 Uhr bei der ­Firma Strohmeier (LM) in Brettheim sowie von 11 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr bei der Firma Köhnlein in Gammesfeld.

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