Crailsheim / Luca Schmidt Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Johannes Löblein, antwortet auf die Forderungen der Schüler.

„Summa summarum macht die Stadtverwaltung im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereits ihre Hausaufgaben“ – so könnte man die Antworten der Stadt Crailsheim auf die Forderungen der Schüler der Klimaschutzdemonstration vor einer Woche zusammenfassen (das HT berichtete). Dabei findet es Johannes Löblein, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Crailsheim, grundsätzlich gut, dass die Schüler sich mit den Themen Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

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Zur Forderung nach einer Klimaschutz-Agenda verweist Löblein auf das bestehende Klimaschutzkonzept der Stadt aus dem Jahr 2013. Die hierin geplanten Vorhaben reichen bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus, sodass eine zusätzlich Agenda nicht erforderlich sei. Der Maßnahmenplan werde seit August 2017 kontinuierlich umgesetzt. Maßnahmen seien beispielsweise Aktionen und Vorträge an Schulen.

Kein Interesse an Mehrweg

In Sachen Mehrwegsystem für Kaffee- und Getränkebecher versuche die Stadt seit Frühjahr 2018, ein Mehrwegpfandbechersystem bei Bäckerei- und Caféfilialen zu etablieren – gemeinsam mit dem Landkreis und der Stadt Schwäbisch Hall. Allerdings machen die Besitzer der Filialen nicht mit: Nur drei von 24 kontaktierten Bäckereien und Cafés beteiligen sich am Mehrwegsystem.

Der Forderung, dass Supermärkte ihre unerwünschten Lebensmittel spenden müssen, erteilte Löblein eine Absage. Es gebe keine rechtliche Grundlage, dass die Stadt dies einem Markt vorschreiben könne. Möglich wäre ein Appell.

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