Die Folgen der Corona-­Pandemie werden auch für die Crailsheimerinnen und Crailsheimer immer stärker spürbar. Gestern Nachmittag teilte die Verwaltung mit, dass alle städtischen Gebäude ab heute geschlossen sind. Dazu zählen neben dem Rathaus auch die Turn- und Festhallen, das Museum im Spital und die Stadtbücherei. Zudem wurden weitere Veranstaltungen von der Verwaltung abgesagt – etwa die fürs kommende Wochenende geplante Aktion „Let’s putz“ und das für den 6. April geplante Bürgerfest in der Jagstaue anlässlich der Landesgartenschau-Bewerbung.

Mitarbeiter sind weiter erreichbar

Im Rathaus wird natürlich weiter gearbeitet. Die Mitarbeiter/innen sind unter den auf Briefköpfen angegebenen Telefonnummern erreichbar, und auch per Mail. Wichtige Ämter im Rathaus können unter folgenden Nummern erreicht werden:

  • Bürgerbüro: 4 03-0
  • Standesamt: 4 03-11 19
  • Ausländerwesen: 4 03-12 75

In Einzelfällen können Bürgerinnen und Bürger auch persönliche Termine mit Rathaus-Bediensteten vereinbaren.

Notfallbetreuung: Schüler zentral, Kindergartenkinder dezentral

Ab heute gibt’s in der Stadt eine Notbetreuung für acht Schulkinder und 19 Kindergartenkinder. Während die Jungen und Mädchen der Klassen 1 bis 6 zentral von Lehrer/innen in der Grundschule in Altenmünster betreut werden, kümmern sich Erzieherinnen dezentral an drei Standorten um die Kindergartenkinder: „Sonnenschein“ in Roßfeld, „Kleeblatt“ in Altenmünster und „Traumkiste“ in Ingersheim. Zunächst war hier ebenfalls eine zentrale Lösung im städtischen Kinderhaus „Kleeblatt“ geplant. Auch Krippenkinder werden betreut, und zwar in der Krippe im Stadtteil Hirtenwiesen.

Gelockerte Kriterien für Betreuung

Welche Kinder fallen denn nun unter die Notbetreuung? Die Stadtverwaltung hat gestern die Kriterien gelockert. Waren bisher nur Alleinerziehende und „Blaulicht“-Eltern (Vater und Mutter arbeiten in systemkritischen Berufen wie etwa Polizei und Krankenhaus) angesprochen, können nun auch Eltern die Notbetreuung in Anspruch nehmen, die in Justizeinrichtungen, Informationstechnik, Finanz- und Versicherungswesen, Transport, Verkehr, Rundfunk und Presse arbeiten. Ebenso, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung von gestern, fallen auch Beschäftigte in Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge darunter, aber nur diejenigen, die von ihrem Dienstherrn unabkömmlich gestellt werden.

Kinder von Ehrenamtlichen können betreut werden

Zudem erfüllen auch Menschen, die sich ehrenamtlich im Katastrophenschutz engagieren, also bei Feuerwehr, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk, die Voraussetzungen. In allen Fällen ist jedoch eine schriftliche Bestätigung durch den Arbeitgeber und bei Ehrenamtlichen durch den Kreisbereitschaftsleiter oder Ortsbeauftragten erforderlich. Und es gibt eine weitere Ausnahme: Wenn nur ein Elternteil in einem „Blaulicht“-­Beruf tätig ist, der andere die Kinderbetreuung jedoch nicht übernehmen kann, weil er krank ist, springt ebenfalls die städtische Notbetreuung ein. Allerdings muss in diesem Fall die Bescheinigung eines Arztes vorgelegt werden.

Nummern für Eltern, deren Kinder betreut werden können

Eltern, die aufgrund der aktualisierten Ausnahmebestimmungen der Ansicht sind, dass auch sie die Notbetreuung in Anspruch nehmen können, werden gebeten, sich mit Viola Frickinger (Telefon 4 03-12 18), oder mit Sarah Laube (Telefon 4 03-1 25) im Rathaus in Verbindung zu setzen.

Crailsheim