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Crailsheim
Crailsheim / Andreas Harthan  Uhr
Im zweiten Weltkrieg ist Crailsheim ein Opfer der Bomben geworden. Kein Stein blieb auf dem anderen.

Heute vor 74 Jahren versank Crailsheim wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs in Schutt und Asche. Beim zweiten Einmarsch der US-Armee am 20. April lebten nur noch wenige Hundert Menschen in der Stadt, die schon in den Wochen zuvor durch Luftangriffe stark in Mitleidenschaft gezogen worden war. Mit einer Kranzniederlegung, die heute um 17 Uhr auf dem Ehrenfriedhof stattfindet, gedenkt die Stadt der vielen Opfer des Krieges. Zugleich soll die Gedenkstunde, die auch ein ökumenisches Friedensgebet in der Gottesackerkapelle umfasst, eine Mahnung für künftige Generationen sein. Zu Beginn der Veranstaltung läutet die Betglocke der Johanneskirche, später alle vier Glocken der Kirche, die wie durch ein Wunder bei den Kämpfen um die Stadt kaum beschädigt worden ist. Am Mittwoch, 24. April, findet um 18 Uhr eine Stadtführung statt, die die Hintergründe und Ereignisse der für Crailsheim so schlimm endenden Tage im April 1945 aufzeigt; Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist um 18 Uhr auf dem Marktplatz. Das Foto zeigt die Ruinen des Schlosses (links) und des Gasthofes „Engel“ (rechts). Im Hintergrund ist die so gut wie unversehrt gebliebene Johanneskirche zu erkennen.