Zufrieden? „Voll und ganz“, sagt Tobias Strauß. Mit 89,7 Prozent wurde der Schnelldorfer Kämmerer am Sonntag zum neuen Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,8 Prozent. Zum 1. Mai tritt er die Nachfolge von Amtsinhaberin Christine Freier an. Einen Gegenkandidaten hatte Strauß nicht.

Strauß: Vorstellungsrunden haben sich gelohnt

Die fast 90 Prozent sind für ihn „ein sehr guter Zuspruch“, wie er betont. Es habe sich gelohnt, Vorstellungsrunden zu machen. So hätten sich die Bürger davon überzeugen können: „Da ist ein junger, dynamischer Mann, dem kann man das zutrauen.“

Tobias Strauß, Bürgermeister der Gemeinde Schnelldorf – wie klingt das? „Ich habe das noch gar nicht so realisiert“, sagt der 33-Jährige. Aber: „Fühlt sich gut an.“ Die Ergebnispräsentation im Sitzungssaal des Rathauses am Abend wurde wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Gefeiert wurde lediglich im kleinen Kreis mit Familie und Mitarbeitern.

Hammer wird in Dinkelsbühl wiedergewählt

Dem Applaus im Video nach zu urteilen, das Dr. Christoph Hammer via Facebook teilte, um sich bei den Wählern zu bedanken, war im Dinkelsbühler Rathaus etwas mehr los als in Schnelldorf. „Vielen, vielen Dank für dieses Wahlergebnis. Das hat mich unheimlich bewegt“, so meldet sich der alte und neue Oberbürgermeister darin zu Wort. „Wir schauen in die nächsten sechs Jahre. Packen wir es an.“

Deutlicher Sieg vor seinen Konkurrenten

Hammer gewann die Wahl mit 59,2 Prozent der Stimmen. Damit setzte er sich deutlich gegen Holger Göttler (Freie Wählervereinigung) und Johannes Paus (Grüne/SPD) durch. Göttler, heute Fachbereichsleiter für Planen und Bauen in Schwäbisch Hall und bis 2017 Stadtbaumeister in Dinkelsbühl, kam auf 25,3 Prozent. Paus auf lediglich 15,5 Prozent. Wahlbeteiligung hier: 65,9 Prozent.

In Rothenburg geht es in die Stichwahl

Wenn man den Hohenloher Blick ins angrenzende Bayern noch ein bisschen mehr weitet, kommt man natürlich an Rothenburg ob der Tauber nicht vorbei. Dort trat der parteilose Walter Hartl, seit 2006 Oberbürgermeister, nicht mehr an. Dr. Markus Naser (Freie Rothenburger Wählervereinigung, 46,8 Prozent) und Martina Schlegl (CSU, 33,6 Prozent) machen das Rennen in einer Stichwahl in zwei Wochen unter sich aus. Raus ist Harry Scheuenstuhl (SPD, 19,6 Prozent). Die Wahlbeteiligung in der Tauberstadt betrug 55,9 Prozent.

Patrick Ruh in Feuchtwangen wiedergewählt

Nur knapp ist Amtsinhaber Patrick Ruh (CSU) in Feuchtwangen einer Stichwahl entgangen. Mit 51,4 Prozent wurde der Bürgermeister wiedergewählt. Seine Mitbewerber nahmen sich quasi gegenseitig die Stimmen weg. Heinrich Unger (SPD) landete bei 24,8 Prozent, Birgit Meyer (Grüne/Wir für Feuchtwangen) bei 23,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,7 Prozent.

Crailsheimer geht in Dombühl in zweite Amtszeit

Während Ruh in seine dritte Amtszeit geht, hat Jürgen Geier in Dombühl seine zweite Amtszeit klargemacht. Damit war zu rechnen, weil Geier, wohnhaft in Crailsheim, der einzige Kandidat war – aber nicht unbedingt mit diesem Ergebnis: 94,6 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 50,4 Prozent. „Herzlichen Dank für das Vertrauen und das sehr gute Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl“, schreibt Geier auf Facebook, und weiter: „Das Ergebnis ist für mich Ansporn und Verpflichtung, in der kommenden Amtszeit weiter mit ganzer Kraft an der Entwicklung der Gemeinde zu arbeiten.“

Weiter an der Entwicklung der Kommune kann auch Oswald Czech (SPD/Unabhängige Wähler) in Schopfloch arbeiten. Für den Bürgermeister steht die vierte Amtszeit an. Für Czech gab es 53,6 Prozent der Stimmen (Wahlbeteiligung: 63 Prozent), für Herausforderer Christian Grimm (CSU/Freie Wähler) 46,4 Prozent.

Stichwahl auch in Ansbach

Bei der Landratswahl im Kreis Ansbach muss der ehemalige Crailsheimer Wirtschaftsförderer Dr. Jürgen Ludwig (CSU) in die Verlängerung. Der Amtsinhaber (48,9 Prozent) bekommt es jetzt in der Stichwahl mit Jürgen Seifert (Freie Wähler, 23,7 Prozent) zu tun.

Bürgermeisterwahl in Schnelldorf Der Spielertrainer

Schnelldorf

Stichwahlen finden nur per Briefwahl statt


Die Kommunalwahlen am Sonntag in Bayern fanden wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter erschwerten Bedingungen statt. Gestern kündigte Ministerpräsident Markus Söder in einer Pressekonferenz  an, dass die regulär geplanten Stichwahlen in zwei Wochen, also am 29. März, ausschließlich als Briefwahl abgewickelt werden. Die nötigen Unterlagen werden automatisiert an alle Wahlberechtigten versandt. js