Crailsheim Wandertage: 40 Kilogramm Spießbraten

Crailsheim / Erwin Zoll 20.08.2018
Ob Regen oder Sonnenschein: Für wahre Wanderfreunde spielt das Wetter keine Rolle. Zu den Crailsheimer Wandertagen sind am Wochenende trotz der Hitze rund 2500 Teilnehmer gekommen.

Fritz Illig kann zufrieden sein. Seit 18 Jahren steht der 72-jährige Rentner an der Spitze der Wanderfreunde Crailsheim, und zum 18. Mal sind die Wandertage unter seiner Regie ohne Probleme über die Bühne gegangen. Mit 2500 Wanderern war das Teilnehmerfeld in etwa so groß wie in den Vorjahren.

259 Teilnehmer machten sich auf die Marathonstrecke von 42 Kilometern, also etwa jeder zehnte Wanderer. Am beliebtesten war die sechs Kilometer lange Strecke, die sich jeder zweite Wanderer vornahm. Von der Hirtenwiesenhalle aus hatten die Wanderfreunde in diesem Jahr die Wege in östlicher Richtung ausgeschildert. Sie führten über den Roten Buck durch die Innenstadt und den Stadtteil Sauerbrunnen, über den Kreckelberg und durch den Schönebürgwald, über Hohenberg und Wüstenau bis nach Waldtann und an Goldbach vorbei zurück nach Crailsheim.

Die Wegführung durch die Innenstadt hatte so ihre Eigenheiten: Zweimal mussten die Wanderfreunde die geplante Route verlegen, weil plötzlich Baustellen im Weg waren, und der neuen Herrensteg wurde zuletzt doch einbezogen. Außerdem waren immer wieder Straßen zu überqueren. „Im freien Gelände hat man es mit der Planung schon einfacher“; sagt Fritz Illig.

Hunger und Durst bleiben bei solchen Strecken natürlich nicht aus. Außer an den Kontrollstellen wurden die Wanderer in der Hirtenwiesenhalle von Küchenchefin Inge Schips und ihren Helfern verpflegt – und das mit einer bekannt großen Auswahl an Gerichten. Vom Wurstsalat und Leberkäse über Maultaschen bis hin zu Schnitzel und Spießbraten, von dem allein 40 Kilogramm über die Theke gingen. Rund 80 Helfer sind an jedem der beiden Wandertage im Einsatz – außer in der Küche zum Beispiel bei der Ausgabe der Starterkarten ober an den Kontrollstellen.

Zu Hause nur an Weihnachten

Wenn die Wanderfreunde nicht gerade Wandertage in ihrer Heimatstadt ausrichten, dann sind sie selbst auf Achse. Mehr als 100 Wandertage steuern sie jedes Jahr in kleinen ober größeren Gruppen an, das sind an jedem Wochenende mindestens zwei Ziele. „Zu Hause bleiben wir höchstens an Weihnachten und das auch nicht an allen Feiertagen, erzählt Fritz Illig.

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