Stuttgart 3,5 Millionen Besucher erwartet

So wird es demnächst wieder auf dem Cannstatter Wasen aussehen. Auf dem Festplatz laufen die letzten Vorbereitungen für das 167. Cannstatter Volksfest, das am morgigen Freitag eröffnet wird. Foto: Archiv
So wird es demnächst wieder auf dem Cannstatter Wasen aussehen. Auf dem Festplatz laufen die letzten Vorbereitungen für das 167. Cannstatter Volksfest, das am morgigen Freitag eröffnet wird. Foto: Archiv
Stuttgart / EDGAR REHBERGER 27.09.2012
Zum 167. Mal beginnt am Freitag das Cannstatter Volksfest. Mit den erwarteten 3,5 Millionen Besuchern muss es sich hinter dem großen Bruder in München nicht verstecken. Das Eröffnungsprogramm ist neu.

Zum letzten Mal eröffnet Oberbürgermeister Wolfgang Schuster mit dem Fassanstich die Traditionsveranstaltung. Erwartet werden in den 17 Tagen bis zum 14. Oktober bis zu 3,5 Millionen Besucher.

In diesem Jahr gibt es ein verändertes Eröffnungsprogramm. Die 90-minütige Übertragung im Südwestfernsehen am Freitagabend um 20.15 Uhr bekommt einen anderen Charakter. Ab 19 Uhr wird die Eröffnung mit Fassanstich und kleinem 45-minütigen Programm aufgezeichnet und in die Abendsendung "Auf zum Wasen" integriert. "Wir wollten ein Zeichen setzen und mehr auf den Festplatz gehen", begründet Marcus Christen, bei der in.Stuttgart-Veranstaltungsgesellschaft unter anderem für den Wasen zuständig. Weniger Show, dafür mehr Info zu Geschichte, Hintergrund, Tracht, Fruchtsäule, Bier. Es gibt eine Gesprächsecke, Reportagen über Rundgänge bei Fahrgeschäften und durch Zelte, eine Umfrage zum Thema "Wer hat das Volksfest erfunden?" Musikalische Gäste sind Antonia, die Trenkwalder und die Rock & Rollinger aus Ulm mit der "Schwaben-Hymne". Christen ist froh, dass der SWR mitgezogen hat. Andreas Kroll, Geschäftsführer von in.Stuttgart, sieht und spürt die Vorfreude auf das Volksfest in ganz Stuttgart. "Die gesellschaftliche Bedeutung der Veranstaltung hat sich entwickelt. Das Volksfest ist in aller Munde. Da muss man gewesen sein." Man erkenne dies auch schon an den Hotelreservierungen. Erwartet werden 3,5 Millionen Besucher. Im vergangenen Jahr wurden vier Millionen registriert.

Auch die Protagonisten gehen von einer guten Veranstaltung aus. Die Festwirte haben zusammen mit in.Stuttgart und Stuttgart Marketing eine starke Gemeinschaft entwickelt und sprechen alle wichtigen Themen ab. So wurde auch international agiert. Schwerpunkt war Italien. "Da haben wir viele Reservierungen bekommen", sagt Festwirte-Sprecher Werner Klauß. Auch national habe es einen Aufschwung gegeben. Die Vorverkaufszahlen seien gut. Die Zelte haben investiert und zum Teil die Kapazität erhöht. Das Württemberg-Haus mit Neu-Festwirt Marco Grenz tue der Veranstaltung gut, so Klauß.

Und auch die Schausteller, 321 Betriebe sind in diesem Jahr auf dem Volksfest zugelassen, sind voller Erwartung. "Die Veranstaltung hat jetzt den Stellenwert, den wir uns gewünscht haben", sagt Joachim Hohl vom Schaustellerverband Südwest. Dabei müsse es nicht immer das neueste, schnellste und höchste Fahrgeschäft sein. Neuheiten gehörten dazu, "wir müssen unsere Betriebe pflegen und gut betreiben." Nico Lustnauer von der Bezirksstelle Stuttgart des Landesverbandes der Schausteller und Marktkaufleute weist darauf hin, dass es bei den Schaustellern seit Einführung des Euro keine Preiserhöhungen gegeben hat. "Wir sind eine familienfreundliche Veranstaltung."

Nach der Eröffnung am Freitag und dem Traditionsmorgen am Samstag um 11 Uhr vor der Fruchtsäule steht am Sonntag ab 11 Uhr der große Festumzug auf dem Programm. 3500 Teilnehmer, mehr als 50 Festwagen und "allerlei Getier", so Umzugsorganisator Wulf Wager vom Volksfestverein, ziehen an diesem Tag vom Kursaal auf den Cannstatter Wasen. Das Südwestfernsehen zeigt Bilder von dem Umzug ab 20.15 Uhr.

Info www.wasen.de