Rund 1200 Hästräger und Musiker paradierten am Samstag durch das gerade noch dämmrige, jetzt nächtliche Gauselfingen. Die Zahl der Narren war stattlich, doch auch viele Zuschauer säumten die Straßenränder.

Der Dämmerungs- oder Nachtumzug der „Schnägäg“ hatte also alles, was eine solche Veranstaltung braucht: gruselige und lustige Masken,  schöne und schräge Töne; auch mehrere Graden marschierten mit und setzten in ihren Kostümen und mit ihrem Lächeln Farbtupfer in den Tross.

Wie immer trieben’s die Masken toll, entführten hübsche Mädchen, klauten Kappen vom Kopf oder zerwuschelten gestandenen Frauen und Männern  die Haare. Zu Schaden gekommen ist niemand, alle hatten ihren Spaß.

Danach ging’s ins Zelt vor die Halle oder in die Besenwirtschaften. Mancher kehrte auch privat bei Freunden und Bekannten ein.

Geschenke und Neckereien

Begonnen hatte die Veranstaltung für geladene Gäste schon mittags mit dem Zunftmeisterempfang. Narrenvater Sven Rempe freute sich, dass unter anderem der ehemalige Ortsvorsteher Konrad Debis, dessen Nachfolger Rudi Kanz und die Ortschaftsräte Anton und Michael Eisele gekommen waren. Ein besonderer Gruß galt dem Präsidenten des Alb-Lauchert-Ringes, Anton Blau, sowie dem Leiter des Hettinger Narrenmuseums Klaus Gluitz.

Nachdem die Garde mit einem Showtanz eröffnet hatte, ließ Sven Rempe verlauten: „Honoratioren im Pfarrsaal zu dieser Stund‘, bedeutet: auf den Straßen draußen geht’s bald mächtig rund. Hexen, Geister, Musik und Menschenmassen, sorgen nachher für lebendige dörfliche Gassen.“ Nacheinander rief Rempe die Vertreter der verschiedenen Zünfte und Vereine auf die Bühne, wo nicht nur Geschenke ausgetauscht wurden, sondern wo man einander auch freundschaftlich närrisch neckte.

Nach einer langen Nacht können die Gauselfinger „Schnägäg“ ein positivies Fazit ziehen, ihre Hausfasnet kann kommen. Uja-Lee“.

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Zünfte und Gruppen marschierten beim Gauselfinger Dämmerungsumzug mit. Die Zahl der Zuschauer war schwer zu schätzen – aber ansehnlich. Einige Hundert dürften es gewesen sein.