Burladingen Wie man mit Neonazis umgehen soll

Burladingen / SWP 14.10.2015

Was Neonazis stark macht und wie man richtig mit rechtsradikalen Umtrieben umgeht - darum geht es bei einem Vortrags- und Diskussionsabend am morgigen Donnerstag, 15. Oktober, um 19 Uhr im Burladinger "Kleineschle". Veranstalter sind die IG Metall Albstadt und die Filmproduktionsfirma "FilmFaktum".

Eröffnet werden soll der Abend mit einer Chronologie über neonazistische Aktivitäten im Burladinger Raum. Die jüngste schrieb bekanntlich bundesweit Schlagzeilen: Im Frühjahr beschmierten Rechtsextreme das Burladinger Kino mit Hakenkreuzen, nachdem seine Besitzer gewagt hatten, Peter Ohlendorfs Dokumentation "Blut muss fließen" über die gegenwärtige Rechtsrock-Szene zu zeigen.

Im Mittelpunkt des Abends steht ein Vortrag des Tübinger Pädagogik-Professors Dr. Dr. Josef Held, der die Studie "Rechtsextremismus und sein Umfeld" vorstellt. Helds These: Das Hauptproblem sei eine politische Kultur, die eine Akzeptanz gegenüber Rechtsextremismus entwickelt. So würden rechte Übergriffe oft als Ausrutscher oder Trunkenheitsdelikte heruntergespielt.

In der Diskussion wird es auch darum gehen, inwieweit diese Erkenntnisse auf die Burladinger Verhältnisse übertragbar sind. Mit Professor Held diskutieren "Blut muss fließen"-Regisseur Peter Ohlendorf und Walter Wadehn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Albstadt.