Killer Waldfriedhof ausgeputzt wie noch nie

Frauenpower am Killermer Umweltaktionstag: Ute Wannenmacher, Anita Simmendinger und Anna Maria Flad (von links) packten bei der großen Aufräumaktion auf dem Friedhof kräftig mit an.
Frauenpower am Killermer Umweltaktionstag: Ute Wannenmacher, Anita Simmendinger und Anna Maria Flad (von links) packten bei der großen Aufräumaktion auf dem Friedhof kräftig mit an. © Foto: Tanja Marquardt
Killer / TANJA MARQUARDT 14.10.2015
Großeinsatz auf dem Killermer Friedhof: Nachdem die Forstleute eine Woche lang kräftig Bäume gefällt hatten, räumten der Ortschaftsrat und einige Helfer am Umweltaktionstag das Grünzeug weg.

Vor den Glascontainern am Friedhofseingang in Killer türmte sich das Grüngut meterhoch. "Das wird alles geschreddert, und mit dem Geld vom Verkauf können wir die Arbeiter von der Baumsicherung bezahlen", erläuterte der Killermer Ortsvorsteher Josef Pfister am Samstag. Die ganze Woche über hatten die Motorsägen auf und vor dem Waldfriedhof geheult. Fünf Forstarbeiter und zwei Mitarbeiter des Bauhofs hatten den Gottesacker ziemlich ausgelichtet. Der Umweltaktionstag wurde dann dazu genutzt, das viele Grün aus dem Friedhof herauszuholen.

Außer den Ortschaftsräten hatten sich zu dieser Aktion lediglich Karl-Otto Schäfer, Peter Bosch und Anita Simmendinger eingefunden. Trotzdem wurde ganz viel Schnittgut weggeschafft.

Gräberbesuche waren die ganze Woche lang nicht erlaubt gewesen. Zu gefährlich war der Aufenthalt.

Um den Glockenturm herum waren die Schwarzkiefern gefällt worden, weil deren Wurzeln das Betonbauwerk untergruben. Der Turm muss dringend renoviert werden, da wären die Bäume ohnehin im Weg gewesen. Außerdem, so argumentierte Pfister, gebe es jetzt wieder mehr Sonne auf dem Vorplatz der Leichenhalle. Niedere Gewächse wie die Rhododendren hat man stehen gelassen. Auch bei den Doppelfamiliengräbern hat man einzelne Bäume gefällt, und überall da, wo die Bäume nicht sicher oder zu eng standen, wurde ebenfalls die Säge angesetzt. 10 000 Euro an Haushaltsmitteln kostet die Aktion. Dafür aber gibt es jetzt mehr Sicherheit, Licht und wieder einen freien Blick vom Friedhofsweg talabwärts.