Gauselfingen / Matthias Badura  Uhr

Es kläffte und bellte, es jaulte, heulte und winselte. Viele Polarhundekehlen versicherten dem Weihnachtsmarkt der Polarhundestation Gauselfingen ihre Zustimmung. Aus dem ganzen süddeutschen Raum und aus der Schweiz waren Besucher mit ihren Vierbeinern auf den Hasleberg gereist.

Nahezu alle hatten eine Fellnase an der Leine, die sie einst von hier abgeholt haben. Deshalb kennt man sich – eine familiäre Atmosphäre. Ein offenes Feuer loderte vor der großen Halle der Station, im geräumigen Inneren hatten mehrere Händler ihre Stände aufgeschlagen. Auch die Station selbst betrieb einen. Da gab es Handschuhe, aber nicht etwa aus Schafs- oder Alpakawolle, sondern gesponnen und gehäkelt aus Husky-Haar. Christiane Breinig, Gründerin der Station, war stolz. Die Wolle der Hunde wärme erheblich stärker als die anderer Tiere. Das glaubt man gern, wer hätte auch schon einmal gesehen, dass ein Schaf in Alaska einen Schlitten zieht?

24 Hunde in der Station

Derzeit leben 24 Hunde in der Station, wobei ein ständiger Wechsel von solchen stattfindet, die man aus verschiedensten Gründen aufgenommen hat und solchen, die man in die verlässlichen Hände neuer Besitzer gibt.

So ließen sich die Gäste am Samstag Gulasch, Steaks, Kaffee, Kuchen und Glüchwein schmecken. Und alle Hunde bellten fröhlich dazu.

Alle? Nein, Vroni, die Altdeutsche Hütehündin weinte und klagte, immer wieder kamen Christiane Breinig oder ihre Helfer, um sie zu trösten. Eine langjährige Gefährtin Vronis hat soeben ein neues Zuhause gefunden. Jetzt vermisst sie sie. Des einen Freud, der anderen Leid! Christiane Breinig musste immer wieder zu ihr, um sie zu trösten.

Aber vielleicht findet sich in absehbarer Zeit auch ein Daheim für Vroni?

Alle Hunde sind im Internet zu sehen

Homepage Die Gauselfinger Station des deutschlandweiten Vereins Nothilfe für Polarhunde wurde 2014 auf dem Hasleberg eröffnet. Mehr Infos findet man im Netz unter www.polarhunde-nothilfe.com.