Veranstaltungsreihe Um Nudeln, Bienen und Martin Luther geht’s beim Frauentreff

Der Burladinger Frauentreff besuchte vor nicht allzu langer Zeit die Georgskirche, wo Franz Rieber auf die Besonderheiten des Gebäudes einging. Das Programm für 2018 ist bereits festgezurrt. Heute aber geht es ins Narrenmuseum nach Hettingen.
Der Burladinger Frauentreff besuchte vor nicht allzu langer Zeit die Georgskirche, wo Franz Rieber auf die Besonderheiten des Gebäudes einging. Das Programm für 2018 ist bereits festgezurrt. Heute aber geht es ins Narrenmuseum nach Hettingen. © Foto: Privat
HZ 10.10.2017

Was haben Nudeln mit Fasnetsfiguren oder Bienen mit Martin Luther zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Aber all diesen Themen gehen die Besucher des „Burladinger Frauentreffs“ auf den Grund.

Der „Burladinger Frauentreff“ startet jetzt in sein 4. Jahr seit Gründung durch die Kirchengemeinderätin Vera Bender. Sie freut sich, dass unter dem Dach der Evangelischen Kirchengemeinde Burladingen jeden Monat Frauen zusammenkommen, um sich auszutauschen und mit bestimmten Themen zu befassen.

Wie die Bienen

War man anfangs buchstäblich unter dem „Dach“ der Kirche untergebracht, als nämlich die Treffen immer im Gemeindesaal der Versöhnungskirche stattfanden, so schwärmt man mittlerweile mehr und mehr aus und erkundet die Gegend. Apropos schwärmen: Die Bienen schwärmen unter bestimmten Umständen im Frühjahr auch hin und wieder. Und tatsächlich besucht man im Februar das „Imkereimuseum Alb“, das jetzt in Harthausen eröffnet hat.

Je nach Thema kommen ganz unterschiedliche Frauen, denn die Interessen sind eben verschieden. Zwar hat sich mittlerweile ein gewisser harter Kern gebildet, auf den Leiterin Vera Bender zählen kann, doch immer wieder kann man neue Besucherinnen begrüßen.

Und genau das sei eben das Schöne, so Bender. Natürlich stehe sie allmonatlich unter einem gewissen Druck, damit eingeladene Referenten nicht vor einer Handvoll Zuhörern stehen. Aber grundsätzlich nimmt sie es mit dem Bibelwort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Die Einzelne zählt und nicht die Masse.

Nein, man muss nicht evangelisch sein oder christlich oder Mitglied einer Religionsgemeinschaft, stellt die Leiterin klar. Willkommen ist grundsätzlich jede Besucherin. Man muss noch nicht einmal in Burladingen oder einem der Stadtteile wohnen. Die Türen stehen jeder Frau offen – und manchmal gesellte sich auch schon ein Mann zur Frauenrunde. Auch das nimmt man nicht ganz so streng.

Beginn mit einem Impuls

Passend zum Thema wird mit einem kurzen geistlichen Impuls begonnen und dann entwickelt sich der Abend, je nach Referent oder Teilnehmerinnen. „Da sich jede als Individuum einbringt, gibt es immer andere Gespräche und Schwerpunkte. Und wir lachen auch sehr viel. Auch das tut der Seele gut“, meint die Leiterin, die selbst immer viel von solchen Abenden mitnimmt.

Inzwischen steht das Programm für die nächsten Monate und verspricht wieder Interessantes: An diesem Dienstag, 10. Oktober, fährt man nach Hettingen, wo Museumspräsident Klaus Gluitz um 19 Uhr durch das Fastnachtsmuseum „Narrenburg“ führt. In der Sonderausstellung gibt es Miniatur-Narrenpuppen zu bestaunen.

In Trochtelfingen wird man am 7. November bereits um 16 Uhr zur Gläsernen Produktion bei „Albgold“ erwartet. Anschließend kann man noch im Restaurant einkehren. Zur barocken Klosterkirche in Mariaberg geht es am 5. Dezember, wo um 18 Uhr eine exklusive Führung angeboten wird.

Das Jahr 2018 beginnt mit dem Besuch der Krippenausstellung in Hausener Nikolausheim. Termin ist Dienstag, 9. Januar. Das Imkereimuseum Alb steht am 13. Februar auf dem Programm. Um 19 Uhr bietet Elmar Spohn aus Bingen eine Führung durch die Ausstellung an.

Genug (aus)geschwärmt – am 13. März heißt es um 19 Uhr im Gemeindesaal „Sagen Sie mal, Herr Doktor Luther“, wenn der Leiter des Bildungswerks Sulz, Artur Egle-Theurer, mit dem Reformator ins fiktive Gespräch kommt.

Noch kurzfristig ins Narrenmuseum

Ausfahrt Der Burladinger Frauentreff fährt an diesem Dienstag nach Hettingen, um das Narrenmuseum zu besichtigen. Beginn der Führung ist um 19 Uhr. Wer sich noch kurzfristig anschließen will, kann direkt nach Hettingen kommen. Das Museum befindet sich bekanntlich im alten Schloss. Oder man setzt sich mit der Leiterin des Frauentreffs, Vera Bender, in Verbindung. Telefon 0171/5850004; Mail bender.vera@t-online.de.“