Burladingen Und schon steht Erntedank vor der Tür

Burladingen / Matthias Badura 08.08.2018
Das Dreschen im Hohenzollerischen liegt in den letzten Zügen, nur auf der Alb rumpelt’s noch.

Die Bauern in weiten Regionen der Bundesrepublik klagen. Zumal im Nordosten. Zu Recht, wie Franz Keßler meint, der kürzlich die Gegend besuchte. Die Ernteausfälle dort seien gravierend; schlimm, was er da zum Teil gesehen habe.

Im heimischen Bereich Hohenzollern könne man dagegen zufrieden sein, sagt der Leiter des Landwirtschaftsamtes Balingen.

Durchschnittlich gut

Die Getreideernte sei durchschnittlich gut, sowohl was die Erträge als auch die Qualität angeht. Das gelte, schränkt der Leiter des Landwirtschaftsamtes sein Urteil allerdings ein, zum jetzigen Zeitpunkt zunächst für die unteren Lagen; also für die Felder rund um Hechingen, Randendingen, Haigerloch, Bisingen, Grosselfingen, Balingen.

Was die Alb angeht, will sich Kessler noch nicht festlegen, dort ist nicht alles abgeerntet. Da wogen noch Hafer und Gerste oder auch Dinkel.

Doch erste Signale, so hat es auch die HZ in Gesprächen mit Landwirten aus dem Raum Burladingen vernommen, weisen darauf hin, dass man auch hier zufrieden sein kann.

Wie wiederum Franz Kessler meint, sei nur der Winterraps hinter den Erwartungen zurückgeblieben, das Wintergetreide, Sommerraps und Sommergetreide seien gut geraten.

Freilich gebe es selbst auf engem Raum und sogar von einem Nachbarn zum anderen immer mal wieder Abweichungen in den Erträgen. Sie seien zum einen auf spezielle Bodenverhältnisse zurückzuführen, zum anderen auf den Zeitpunkt der Aussaat. Wer später zu Felde zog, den hat die erste Trockenheit im April stärker erwischt als die Kollegen.

Auch die Heuernte sei überwiegend gut verlaufen, meint der Amtsleiter. Das Öhmdgras steht dagegen spärlich, dafür war es in vergangenen Wochen nun wirklich zu trocken und zu warm. Aber auch hier gibt es wohl Unterschiede, ein Ringinger Landwirt meinte, gemessen an dieser besonders großen Trockenheit sei man auch diesbezüglich noch mit einem blauen Auge davongekommen.

Mais muss noch warten

Auf der Alb wird’s auf den Getreidefeldern noch eine kurze Weile tuckern und rumpeln, dann kommt der Mais an der Reihe – der freilich nicht zur Nahrungsmittelerzeugung verwendet wird, sondern in die Biogasanlagen wandert. Und dann ist das Erntejahr abgeschlossen, Zeit für Erntedank- und Kirbefeiern. So schnell geht’s!

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