Die durch die Coronakrise stark erschwerte Kirchengemeinderatswahl ist auch in der Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen entschieden. Es waren 22 Mitglieder zu wählen. Allerdings hatten sich nur 18 Kandidaten vorab zur Wahl gestellt.

Wahlberechtigt waren 6828 Angehörige der Seelsorgeeinheit, teilgenommen haben allerdings nur 734 Wählerinnen und Wähler. Davon gaben 569 ihre Stimme online ab, weitere 165 wählten per Brief. Die Zahl der gültigen Stimmzettel betrug 165, ungültig waren 2. Damit betrug die Wahlbeteiligung 10,75 Prozent.

Ausdruck von Desinteresse?

Es stellt sich natürlich die Frage, ob mehr Gläubige zur Stimmabgabe gegangen wären, wenn sie hätten in gewohnter Weise in einem Wahllokal wählen können? Oder ist die schwache Wahlbeteiligung der Ausdruck einer allgemeinen Unzufriedenheit mit der Kirchenpolitik, von Desinteresse und Frustration?

Alle 18 offiziellen Kandidatinnen und Kandidaten sind gewählt

Alle 18 Kandidaten, die sich beworben hatten, erzielten die notwendige Stimmenzahl. Es waren für Burladingen Josef Pfister, Diplom-Betriebswirt, mit 544 Stimmen. Aus Gauselfingen wurde Margit Schneider, Bäckereifachverkäuferin, mit 475 Stimmen gewählt. Für Hausen zieht Angela Flad, Rentnerin, mit 497 Stimmen ins Gremium ein, Wolfgang Schmid, Rentner und ebenfalls Hausener Kandidat, ist mit 485 Stimmen dabei. Auf den Hörschwager Adelbert Dehner, seines Zeichens Mechaniker, entfielen 517 Stimmen. Es war dies die zweithöchste Stimmenzahl der gesamten Kirchengemeinderatswahl.

In Melchingen erhielt Susanne Barth, Bankangestellte, 488 Stimmen, von den Wählern, ihre Mitkandidatin Susanne Wendling, Erzieherin, vereinigte ebenfalls 488 auf sich. Aus Ringingen ziehen Alexandra Rach, Floristin, mit 486 Stimmen und Anja Kraus, Industriekauffrau, mit 485 Stimmen ins Gremium ein. Als Vertreter Stettens sitzen Ottilie Bitschnau, Diplom-Theologin, und Friedrich Heinzelmann, Betriebswirt, mit am Ratstisch. Heinzelmann erzielte 510 Stimmen, Bitschnau 505.

Aus der Pfarrgemeinde Jungingen gehört Simone Ulrich, Bankkauffrau, mit 464 Stimmen, dem neuen Kirchengemeinderat an. Und mit ihr amtiert Jürgen Ulrich, Bankbetriebswirt i. R.. Er holte 459 Stimmen.

Weitere Vorschläge und Stimmen in Salmendingen, Starzeln und Hörschwag

In Salmendingen und Starzeln hatten sich keine Kandidaten gemeldet. Doch schrieben die Wähler folgende Namen auf ihre Wahlzettel und vergaben folgende Stimmzahlen: In Salmendingen an Annette Maichle 29, an Robert Rayer 25 und an Maria Maichle 16. Die Starzelnerin Elke Bitzer würde man ebenfalls gern im Gremium sehen. Sie wurde mit 12 Stimmen bedacht.

Den so Gewählten steht es frei, das Amt anzunehmen oder abzulehnen, in Salmendingen können allerdings aufgrund der Zahl der vorhandenen Sitze nur zwei der Gewählten ins Amt einziehen.

Auch für die Hörschwager Pfarrgemeinde wurde ein Name von außerhalb der Liste mehrfach eingetragen: Marlene Heinzelmann erreichte 11 Stimmen. Auch ihr steht es frei, das Amt anzunehmen.

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