Burladingen/Mägerkingen Trocknen bei 4000 Umdrehungen pro Minute

Vor der neuen Zentrifuge: die Bürgermeister Uwe Morgenstern (Sonnenbühl, links) und Harry Ebert (Burladingen) mit den Mitarbeitern der Mägerkinger Kläranlage, Sebastian Walz und Susanne Vosseler. Foto: Stadt Burladingen
Vor der neuen Zentrifuge: die Bürgermeister Uwe Morgenstern (Sonnenbühl, links) und Harry Ebert (Burladingen) mit den Mitarbeitern der Mägerkinger Kläranlage, Sebastian Walz und Susanne Vosseler. Foto: Stadt Burladingen
SWP 06.12.2013
Der Abwasserzweckverband Oberes Laucherttal nahm in der Mägerkinger Kläranlage seine stationäre Klärschlammentwässerung in Betrieb.

Der Verbandsvorsitzende, Burladingens Bürgermeister Harry Ebert, und sein Sonnenbühler Kollege Uwe Morgenstern starteten die Zentrifuge per Knopfdruck. Damit ist der Abwasserzweckverband Oberes Laucherttal in Sachen Klärschlammentwässerung künftig autark. In der Vergangenheit mussten eigens Unternehmer mit mobilen Klärschlammpressen beauftragt werden.

Die neue Anlage fördert den Klärschlamm über eine Schnecke in eine Trommel, in der er unter Einwirkung von Beschleunigung und hydraulischem Druck entwässert wird. Für diesen Verarbeitungsprozess ist die Zugabe von Flockungsmitteln, sogenannten Polymeren, erforderlich. Bei bis zu 4000 Umdrehungen pro Minute entstehen in der Trommel Fliehkräfte von 3000 Gramm. Der aus der Zentrifuge ausgeworfene Feststoff wird in Containern abtransportiert. Beträgt der Trockensubstanzgehalt vor der Behandlung nur 3,5 Prozent, so weist die entwässerte Masse nun etwa 28 Prozent auf.

Pro Jahr fallen im gesamten Einzugsgebiet des Zweckverbands rund 11000 Kubikmeter Klärschlamm an. Acht bis 15 Kubikmeter verarbeitet die Zentrifuge pro Betriebsstunde. In die Zentrifuge hat der Abwasserzweckverband 350000 Euro investiert.

Info Dem Abwasserzweckverband Oberes Laucherttal gehören die Stadt Burladingen mit den Stadtteilen Ringingen, Salmendingen, Melchingen, Stetten und Hörschwag, die Stadt Trochtelfingen, die Gemeinde Sonnenbühl und Mariaberg an.