Burladingen Tierschützer: "Missbrauch"

Burladingen / SWP 03.07.2012

Die Tierrechtsorganisation Peta hat Trigema-Chef Wolfgang Grupp wegen "Schimpansen-Missbrauchs für eine Geburtstagsfeier" der Tierquälerei bezichtigt. Peta hatte Grupp nach eigenen Angaben bereits im Februar aufgrund der TV-Werbung mit einem Affen darüber informiert, dass Schimpansenmütter für die Unterhaltungsbranche ihrer Babys beraubt und die Jungen mit Gewalt zum Gehorsam gezwungen werden. Grupp ließ die Organisation daraufhin wissen, dass der Fernsehspot vor "20 Jahren einmal aufgenommen" worden sei. Peta hat Grupp nun erneut aufgefordert, aus Tierschutzgründen "keine Schimpansen mehr für sich oder sein Unternehmen missbräuchlich zu benutzen".

Schimpansendame Sina, die am Samstag in Burladingen auftrat, sei "nur noch ein trauriger Schatten ihrer freien Artgenossen, die im tropischen Afrika durch die Wälder streifen", sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei Peta. "Doch über dieses in menschliche Kleidung gezwungene und gebrochene Tier haben sich Wolfgang Grupp und einige seiner Partygäste offensichtlich belustigt." Peta zufolge stammt Sina aus dem Unterhaltungsbetrieb "Schwabenpark". Dort müssen nach Darstellung der Tierschützer "fast täglich mehrere Schimpansen in entwürdigenden Shows auftreten". Außerdem gebe es "eklatante Haltungsmängel".