Hausen / Von Eugen Leibold Die Theaterspieler der Hausener Narrenzunft landeten mit „Die totalen Chaoten“ wieder einen Lacherfolg.

Wie es in einen wahrhaft chaotischen Haushalt zugeht, das zeigten die Theaterspieler der Narrenzunft Hausen bei zwei Aufführungen im Hausener Nikolausheim. Das Stück „Die totalen Chaoten“ von Walter G. Pfaus erzählt von einer unkonventionellen Familie und brachte das Publikum immer wieder zum Lachen.

Anfangs sah es so aus, als seien die Angehörigen der Sippe Musch ganz gewöhnliche Leute: Mutter Paula (Almut Simmendinger), Vater Max (Timo Giovanniello), die Töchter Maria (Sophia Muratore) und Sarah (Annika Hoffmann) sowie die Oma (Elke Girra). Doch alle, das stellte der Zuschauer schnell fest, haben irgendwie einen „Sprung in der Schüssel“. Die Mutter lebt nach dem Motto „Jeder muss selber wissen, was er tut“, der Vater Max meint: „Wer zum Rentner geboren ist, tut sich schwer mit dem Arbeiten.“ Nur Tochter Maria scheint aus der Art zu schlagen, denn sie will ins Kloster. Deshalb kommt der Pfarrer (Lukas Ude) zu Besuch – und stürzt bei den Chaoten von einer Verlegenheit in die andere. Etwa auch, weil Tochter Sarah, anders als ihre Schwester, überhaupt nichts dabei findet, ihre Haushaltskasse durch Herrenbesuche aufzubessern. Was ihrem Freund Karl (Nico Giovanniello) natürlich überhaupt nicht passt. Als dann Mutter Paula Musch des Diebstahls eines gefrorenen Hasens bezichtigt wird, kommt der Freund des Hauses, Polizist Hans Bitter (David Schröter), ins Spiel. Damit nicht genug, erhöht die total in den Schwiegersohn vernarrte Großmutter die Turbulenzen noch. Am Schluss löst sich natürlich alles in Wohlgefallen auf. Da schmeckte den Besuchern das im Preis inbegriffene Bauernvesper nochmal so gut. Das Publikum war begeistert. Wermutstropfen: Keiner der beiden Theatertage war ausverkauft.