Ringingen / SWP  Uhr
Stefan Schoser plaudert über die Ziele des SV Ringingen in der Kreisliga A 2. Man tritt mit einem jungen, hungrigen Kader an. Was noch fehlt, ist Erfahrung – und ein sanierter Sportplatz.

Ein beispielloses Jahr liegt hinter dem SV Ringingen. Alles, wirklich alles, hat auf Vereinsebene geklappt. Sei’s der neue Anbau an das SV-Heim, sei’s der Nordic-Walking-Marathon. Finanziell steht man – dank fleißiger Mitglieder, vor allem aber dank der Sponsoren – ebenfalls gut da. Und nicht zuletzt gelang die lange und sorgfältig vorbereitete Meisterschaft, der Aufstieg in die Kreisliga A 2. Vorstand, Mannschaft und Fans schwelgten im Glück, wobei die Kicker gleich mehrere Tage lang feierten. Insgesamt wurden 800 Liter Bier vernichtet.

Inzwischen hat sich die Euphorie etwas gelegt, nicht aber die Zuversicht, dass man noch eine Weile länger auf der Erfolgswelle reiten kann. Erfolg – das wäre zunächst der Klassenerhalt. Dabei hegt Stefan Schoser, SV-Vorsitzender für den Sport, Torwart-Trainer und Assistent des Cheftrainers Patrick Ott, keinen Zweifel, dass das Team das Zeug dazu hat.

Die Spieler seien jung und heiß darauf, ihren hart erkämpften Platz in der höheren Liga zu verteidigen.

Was man freilich erst erwerben müsse, seien Erfahrung und Routine in der A 2. Da könne es natürlich schon mal zu einer Niederlage gegen eine Mannschaft kommen, die qualitativ nicht mehr zu bieten hat als man selbst, die aber einfach schon länger weiß, wo der Hase langläuft. „Und so was ist natürlich deprimierend“, meint Schoser. So einen Schlag müsse man erst einmal wegstecken können.

Voller Freude sieht der Ringinger den Derbys entgegen, wenn es gegen die Mitbewerber 1. FC Burladingen, FC Stetten-Salmendingen oder FC Killertal geht. „Das wird spannend, da wird auf den Plätzen einiges los sein. Da freut sich jeder drauf.“

Die Vorbereitungen für die neue Runde haben begonnen, erste Testspiele sind schon über die Bühne gegangen. Bei einem Turnier in Steinhilben erreichte man den vierten Platz, gegen die Elf von Pfronstetten-Störzingen musste man dann zwar eine Schlappe von 3:7 hinnehmen, hat aber gegen Neufra 6:1 gewonnen und die unterlegenen Gegner von RW Ebingen 2 mit 2:0 nach Hause verabschiedet.

Als nächstes geht es am kommenden Freitag auswärts um 18.30 Uhr gegen den SV Bronnen, am Samstag müssen die Ringinger – ebenfalls auswärts – um 15 Uhr gegen die Sportfreunde Bitz antreten. Am Dienstag steht gegen die Gastgeber aus Pfeffingen ein Pokalspiel auf dem Programm. Wer dabei sein möchte, kommt um 19 Uhr zum Anpfiff richtig.

Der Ringinger Kader zählt derzeit 25 Mann. Ausgeschieden sind – nach einer langen Spielerlaufbahn – Nico Schober und Tobias Dietrich. Tobias Hipp musste die Kickschuhe verletzungsbedingt an den Nagel hängen, während Florian Zintgraf zum FC Killertal wechselte.

Neu eingetreten sind Pascal Amann vom TSV Gauselfingen sowie Daniel Maichle, Marco Gleichmann und Yannick Hipp, die alle der eigenen A-Jugend entstammen. „Darauf sind wir stolz“, sagt Schoser, „die allermeisten Spieler kommen aus unserem eigenen Stall.“ Pures Glück? Das glaubt der Vorsitzende nicht. Man habe in vergangenen Jahren nicht nur Geld, sondern auch Ausdauer in den Nachwuchs gesteckt. „Wir haben uns um Jugendtrainer bemüht. Und wenn du genug Jugendtrainer hast, dann hast du auch genug Jugendliche – die dir erhalten bleiben.“

Mit 25 Kämpen sieht man sich hervorragend aufgestellt. Wobei Schoser klar ist, dass das Eis  schnell schmelzen kann. Ein bisschen Verletzungspech hier, eine berufliche Veränderung da, schon wird die Decke dünn.

Doch er möchte nicht an den schlechtesten Fall denken. „Wir wollen für uns und für die Zuschauer einen guten Fußball spielen, wir wollen unsere junge Mannschaft in der neuen Klasse ,ankommen’ lassen. Und wir wollen  die Klasse erhalten. Darum geht es in dieser Runde.“

Uneben: Sportplatz muss saniert werden

Sanierung Der Sportplatz auf dem Ringinger Weiler sollte dringend begradigt werden. Vom Mittelkreis bis zur Ecke nach Norden hin fällt er um 40 Zentimeter ab, weist auch sonst Unebenheiten auf. Man müsste tüchtig auffüllen. Ein Plan liegt noch nicht vor, auch die Kosten lassen sich einstweilen nur schätzen, „so etwa im fünfstelligen Bereich“, vermutet Stefan Schoser. Man will sich dem Problem in nächster Zeit stellen. Aus dem Weg gehen kann man ihm aus mehreren Gründen nicht. Einer davon ist, wie Schoser sagt, „unsere jungen ehrgeizigen Spieler“. Er grinst: „Die wollen auf so einem Platz nicht antreten. Und das respektieren wir vom Vorstand natürlich.“