Burladingen / SWP  Uhr
Strafbefehl gegen den tierquälerischen Burladinger Jäger: Der 74-Jährige soll 18.000 Euro Strafe bezahlen und zwei Monate lang den Führerschein abgeben.
Strafbefehl gegen den tierquälerischen Burladinger Jäger: Der 74-Jährige soll 18.000 Euro Strafe bezahlen und zwei Monate lang den Führerschein abgeben.

Wie die Staatsanwaltschaft Hechingen mitteilt, hat sie beim Amtsgericht Hechingen einen Strafbefehl gegen den Burladinger Jäger beantragt, der im Dezember wegen Tierquälerei bundesweit für Aufsehen sorgte.

Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, am 7. Dezember den  freilaufenden Golden Retriever "Jazz" im Wald  bei Burladingen aufgegriffen und an das Heck seines Geländewagens gebunden zu haben. Mit dem angebundenen Tier soll er etwa einen Kilometer durch Burladingen gefahren sein, wobei der Hund die letzten 200 Meter nur noch mitgeschleift worden sein soll. Der Hund erlitt schwere Verletzungen, insbesondere tiefe Abschürfungen.
 
Das Verhalten des Beschuldigten wurde von der Staatsanwaltschaft als quälerische und rohe Misshandlung von Tieren gewürdigt. Es wurde daher eine Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen zu je 150 Euro, also 18.000 Euro, und ein Fahrverbot von zwei Monaten beantragt.
 
Der Beschuldigte hat die Möglichkeit, gegen den Strafbefehl binnen zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einzulegen. In diesem Fall käme es zu einer Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Hechingen.