Martin Emele aus Gauselfingen, war es, der den Kontakt zu Sterne- und Kabel-Eins-Fernsehkoch Frank Rosin herstellte. Hinter dem Rücken Diana Dehners. Die Wirtin der Gaststätte „Kleineschle“ im Burladinger Gewerbegebiet wusste nichts von seiner Aktion. Warum Emele das getan hat? „Diana arbeitet sieben Tage die Woche, strengt sich an und hat doch viel zu wenig Gäste“, sagte er sich. Da brauche es professionelle Hilfe: die von Frank Rosin und seinem Team. Die Macher der Serie „Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf“, sprangen an und meldeten sich bei Diana Dehner.

Die war zwar überrascht aber auch begeistert, als sie den Anruf erhielt. Dann hörte sie längere Zeit nichts mehr von der Produktionsfirma, verließ sich darauf, dass Rosin und seine Leute irgenwann im April eintreffen würden.

Zum angekündigten Termin war Rosin nicht da – er kam schon früher, vollkommen überraschend stand er bei Diana Dehners Wirtinnen-Jubiläum am vergangenen Wochenende in der Gaststätte. „Ich konnte es nicht glauben, als die Leute gesagt haben, der Rosin ist da. Ich habe gedacht, die wollen mich veralbern.“ Doch der Profi, der Restaurants auf Vordermann bringt, war tatsächlich da.
Er verzichetete angesichts des Festbetriebs auf das übliche Testessen und feierte erstmal mit. Am Montag und am Dienstag kam er wieder, dieses Mal zum Küchentest und für erste Filmaufnahmen. Dabei war dann Manöverkritik fällig.

Das Urteil Rosins empfand Diana Dehner vor allem deshalb so vernichtend, weil sie vieles von dem, was ihr der Meister und seine Truppe kritisch vorhielten, insgeheim selber wusste – welche Dinge nicht rund laufen, was man längst ändern sollte. „Da kriegt man knallhart den Spiegel vorgehalten.“ Ja, gestand die 40-Jährige, die früher auch schon mal als Freiwillige im Polizeistreifendienst mit unterwegs war, teilweise seien ihr bei den Gesprächen die Tränen heruntergekullert.

Indes: das „Kleineschle“ ist kein hoffnungsloser Fall. Rosin und seine Leute sind überzeugt, sie könen der Gaststätte den Kundenstrom zuführen, die sie verdient.
Was braucht es als erstes? Ganz, ganz, ganz dringend einen Koch! Der aktuelle Küchenchef befindet sich im dauerhaften Krankenstand, sein Vorgänger Manfred hilft zwar aus, möche aber eigentlich seinen verdienten Ruhestand genießen.

Also: Köche oder Köchinnen – bewerben! Es kann sofort losgehen. Am 27. April soll das große Abschluss-Testessen vor laufender Kamera stattfinden. Bis dahin wird sich unter der Anleitung von Frank Rosin in der Gaststätte vieles verändert haben – und sollte auch der neue Koch eingearbeitet sein.
Die Bauleute und Raumdesigner unter dem bekannten Kabel-Eins-Bauleiter Willi sind schon dran, den Betrieb umzumodeln. Sie haben bereits Mitstreiter aus dem heimischen Handwerkermilieu verpflichtet.
Oder sollte sich Bruno Seemann, Chef des Burladinger Elektrobetriebes Seemann, am Dienstag zum Mittagessen im „Kleineschle aufgehalten haben? Kaum.

Info Ausgestrahlt werden die derzeit produzierten Folgen von Rosins Restaurants im Herbst. Bewerbungen als Koch oder Köchin, <SC610,115> 07475/6501, Mail: diana.dehner@kleineschle.de