Zahlreiche Genossen aus dem gesamten Zollernalbkreis waren der Einladung ihres Kreisverbands gefolgt und haben am politischen Stammtisch der SPD in Burladingen teilgenommen. „Damit setzen wir als SPD ein Zeichen der Solidarität mit all jenen in dieser Stadt, die für eine offene Gesellschaft und eine lebendige Demokratie einstehen“, sagte der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute. Durch ihre Anwesenheit unterstrichen die Genossen einmal mehr ihre Absicht, in Burladingen künftig verstärkt Präsenz zu zeigen und sich vor Ort politisch einzubringen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Martin Rosemann, der an diesem Abend zu Gast war und auch über die aktuelle Bundespolitik referierte, sagte, dass man Burladingen nicht den Rechtspopulisten überlassen dürfe: „Die Mehrheit der Bürger teilen solche politischen Überzeugungen nicht.“ Auch Klaus Käppeler, der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Hechingen-Münsingen, hatte am Stammtisch in Dianas Hendl-Alb Platz genommen. Er zeigte sich in seinen Ausführungen sichtlich besorgt über die politischen Zustände in Burladingen. Von Bürgermeister Harry Ebert sei er unlängst auch persönlich enttäuscht. Beide SPD-Politiker sagten zu, sich auch fortan intensiv bei den Bemühungen der SPD in Burladingen einzubringen.

Dass nur wenige Burladinger der Einladung gefolgt waren, stimmte die Genossen zunächst traurig. Gerne hätte man aus erster Hand erfahren, wie die Situation vor Ort konkret aussieht und wo man als SPD politisch ansetzen könne. „Wir müssen in Burladingen einen langen Atem beweisen und uns zunächst das Vertrauen der Bevölkerung verdienen“, sagte Maute. Darüber nachdenken, ob ein SPD-Ortsverein geschaffen oder eine eigene SPD-Liste zur Kommunalwahl im kommenden Jahr aufgestellt werde, wisse man daher noch nicht. „Zunächst geht es uns einzig darum, Ansprechpartner zu sein und Diskussionsräume zu schaffen“, erklärte Maute. Mit dem Bündnis „Burladingen ist bunt“ habe es bereits einen guten informellen Austausch gegeben; nun wolle man sich gerne auch mit weiteren Gesprächspartnern zusammenfinden.

Einig sind sich die Genossen auch darin, dass sie nicht von oben herab auf Burladingen einwirken möchten. Vielmehr wolle man sich mit der Bevölkerung solidarisieren und sie bei ihren eigenen Bemühungen unterstützen, „ihre Stadt so darzustellen, wie sie wirklich ist: weltoffen und tolerant“. Daher werde man fortan regelmäßig in Burladingen aufschlagen und verstärkt Präsenz zeigen. Erste Veranstaltungsformate und kreative Aktionen seien bereits in der Planung. Hierbei wollen auch die Jusos rund um ihre Kreisvorsitzende Lara Herter eine aktive Rolle spielen und vor allem mit jungen Bürgern der Stadt ins Gespräch kommen.