"Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich mitten unter ihnen", zitierte Ruhestandspfarrer Alfons Günder aus Killer während des ökumenischen Gottesdienstes gestern auf dem Festplatz aus der Bibel.

Gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Konrad Bueb und dem Gospelchor "InSpirit" unter der Leitung von Stefanie Göbel feierten nicht nur zwei oder drei den Gottesdienst. Die Menschen strömten aus allen Ortsteilen: Katholiken wie Protestanten, Ehrenamtliche wie Besucher, Politiker wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz, der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Wilhelm Röhm und viele Ortsvorsteher und Gemeinderäte genauso wie Bürger. Es ging um Ruhe und Einsamkeit für Besinnung, die Geist und Körper stärke. Doch zum Schluss wünschte Pfarrer Bueb auch gute Begegnungen und Gespräche, die genauso wichtig für sich selbst und die Gemeinschaft seien.

Zwei oder drei Menschen waren es genauso wenig am Samstag. Kamen die Besucher tagsüber zwar noch eher verhalten zur Festmeile, so war bis zum Abend praktisch kein Durchkommen mehr. Wie immer gab es bei der kleineren Bühne eine eher gemütliche, familiäre Atmosphäre, zumal hier am Nachmittag verschiedene Kinder und Jugendliche der Jugendmusikschule Burladingen ihr Können zeigten. Es folgten Bands wie die "County Boys" und die "Black Bottom Skiffle Group".

Auf der großen Bühne sorgte zunächst die "Big Band Balingen" für den entsprechenden Sound und begeisterte mit phantastischen Sängern und Solisten. Es folgte Countrymusik. Mit Cowboystiefeln und Westernhut standen die Musiker von "Paprika" auf der Bühne, während Fahnenschwenker zum amerikanischen Sound einmarschierten. Ohne Frage, die verschiedenen Gruppen schafften es bei den Sommerfarben, nicht nur mit Musik zu begeistern. Sie alle boten ihrem Publikum auch mehr oder weniger eine Show. So entführten beispielsweise auch die Linedancer die Gäste in den wilden Westen. "James Torto & Friends" hatten am Abend dann ein Megapublikum, das sie gekonnt unterhielten.

Am gestrigen Sonntag ging es wieder in heimische Gefilde. Zum Frühschoppen spielten die "Lauchertmusikanten Melchingen" unter der Leitung von Annette Fischer mit Märschen und Polka auf. Und danach prägte die Lederhose das Bild. Vergessen waren Cowboyhüte und -stiefel. Endlich gab es neben Hot Dogs und Burgern auch die beliebte Rote Wurst. Man war zurück aus "Panamerika". Die "Fehlataler Blasmusik", bei der alle Musiker in Tracht spielen, beendete am gestrigen Nachmittag schließlich das große Stadtfest, bei dem 500 Helfer im Einsatz waren. Manche fast rund um die Uhr.

Kletterwand, Hüpfburg, Bastel- und Malangebote für Kinder, Straßenkegeln und eine Straßengalerie sorgten außerdem für Kurzweil und eine besondere Atmosphäre, zu der die Freiwilligen aus 16 heimischen Vereinen beitrugen.