Hausen i. K Seit 50 Jahren Klasse statt Masse

Noch sind die Krippenbauer im Nikolausheim fleißig am Arbeiten. Es gilt, die große Jubiläumsausstellung vorzubereiten. Foto: Vera Bender
Noch sind die Krippenbauer im Nikolausheim fleißig am Arbeiten. Es gilt, die große Jubiläumsausstellung vorzubereiten. Foto: Vera Bender
Hausen i. K / VERA BENDER 30.11.2013
Mit ihrer diesjährigen Krippenausstellung im Hausener Nikolausheim ab Samstag, 21. Dezember, feiern die Killertäler Krippenbauer ihr 50. Jubiläum - und sorgen für manche Überraschungen.

Um den Dorfbrunnen spielen die Kinder, in den Stuben brennen die Lichter, auf der Weide grasen die Schafe, und auf der Leine hängt die Wäsche. Die Szene ist aus dem Leben gegriffen. Bis ins Detail wurde das Geschehen im Bergdorf ausgearbeitet, und erst bei genauerer Betrachtung erkennt man den Stall und die heilige Familie.

Krippenausstellung ist nicht gleich Krippenausstellung. Das wird jedem Besucher in Hausen sofort klar. Mindestens 25 Ausstellungen fanden hier schon seit 1963 statt. Doch immer wieder entdeckte man Neues - oder ganz Altes. So wie dieses Jahr im Erdgeschoss die Leihgaben, die teilweise schon 100 Jahre alt sind. Oder 110 Jahre wie die Krippenburg. Unterschiedliche Entstehungsjahre, Stilrichtungen, Maßstäbe und Szenen sorgen für eine große Vielfalt. Allerdings war das Credo der sechs Krippenbauer um Albert Mauz schon immer "Klasse statt Masse".

So darf man sich auch dieses Mal wieder auf außergewöhnliche Ausstellungsstücke freuen, die der Phantasie von Albert Mauz entsprungen sind: eine Bildergalerie mit dreidimensionalen Szenen aus dem Leben Jesu. "Anfang und Ende" könnte man die Exponate überschreiben. Es geht eben nicht nur um die Geburt des Herrn. Auch die Kreuzigung ist Thema und Teil der Ausstellung.

Dann wieder findet man Jesus als Knaben in der Zimmermannswerkstatt wieder - oder kann gar von der Geburt bis zur Kreuzigung alle wichtigen Stationen nachvollziehen, indem man um das Modell geht. Auch hier kann man immer Neues entdecken. Heuer unter anderem das "Letzte Abendmahl". Albert Mauz fuhr wieder eigens nach Italien und ließ die Figuren von Jesus und seinen Jüngern bei Angela Tripi anfertigen. Ob detailbeleuchtete Höhlenkrippe oder die Osterrieder-Darstellung in Holz, eine Leihgabe eines Söflinger Schnitzers - mit viel Liebe zum Detail und reichlich Kreativität werden biblische Geschichten und vor allem die Krippenszene umgesetzt. Naturmaterialien wie Holz, Moos, Leim oder Wurzeln finden ihre Verwendung. Bei dieser Ausstellung soll jedermann ins Staunen kommen.

Da man sich im Jubiläumsjahr befindet, soll die diesjährige Krippenausstellung am Samstag, 21. Dezember, um 18 Uhr mit einem Gottesdienst im Nikolausheim eröffnet werden. Der Musikverein Hausen übernimmt das Einläuten der Feier. Außerdem sorgt die Chorgemeinschaft Bitz-Hausen für die musikalische Umrahmung. Im Anschluss an den Gottesdienst haben die Krippenbauer etliche Gäste zum Festakt geladen. Nach der Begrüßung durch Albert Mauz, wird Alt-Ortsvorsteher Josef Bieger die Laudatio halten. Ortsvorsteher Erwin Staiger spricht ebenfalls ein Grußwort. Anschließend wird durch die Ausstellung geführt.

Diese wird vom 22. Dezember bis zum 12. Januar täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet sein. Lediglich an Heiligabend und Silvester bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier Euro, für Senioren drei Euro und für Gruppen ab zwölf Personen ebenfalls drei Euro. Während der Ausstellungszeiten wird auch wieder mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Dafür sorgen vor allem die Ehefrauen der Krippenbauer, die übrigens jeden Mitstreiter willkommen heißen. Bei Fragen und für Anmeldungen erreicht man Albert Mauz unter der Telefonnummer 07475/8457.