Hausen / Matthias Badura Der TSV Hausen feierte die Wiedereröffnung seines von Wildschweinen zerstörten Sportplatzes auf Schnait.

Gut, die Spielgemeinschaft Hausen/Gauselfingen musste gegen den FC Killertal eine Niederlage von 0:1 einstecken, dennoch wird das Spiel vom Sonntag in glänzender Erinnerung bleiben. Denn, es war das erste, seit eine Rotte von Wildschweinen den Platz im Dezember 2017 verwüstet und unbespielbar gemacht hatte.

Als man das Ausmaß dieser Sauerei erkannte, war der Schrecken groß. Es war nicht klar, ob das nicht bloß das Ende des Sportplatzes, sondern auch gleich das des Vereins bedeutet. Die Wiederherstellung hat dann auch tatsächlich viel Arbeit und Geld gekostet, Geld, das der Verein damals nicht besaß.

Doch die Hausener haben geschafft, was viele nicht für möglich hielten, der Platz ist wieder heil und die Schulden, die man dafür aufnehmen musste, halten sich in überschaubaren Grenzen.

Möglich wurde das kleine Sportplatzwunder durch die Unterstützung vieler Spender. Einen starken Beitrag leistete hier zumal die Volksbank Hohenzollern-Balingen, die den Platz in ihr „Crowdfunding“ aufnahm. Das Institut versprach, dem TSV 15 000 Euro zu überweisen – wenn dieselbe Summe nochmals durch weitere Spenden zustande kommt. Wie man feststellen konnte, stachelte das den Ehrgeiz der Geber enorm an. Die geforderte Höhe wurde erreicht, ja, sogar übertroffen. Mit den mehr als 30 000 Euro konnte der Verein an die Arbeit gehen. Hinzu kam weitere Unterstützung beim Bau.

Zur Wiedereröffnung am Sonntag strömten die Fußballfans nur so herbei. Viele Hausener, aber auch Gauselfinger. Freudig begrüßt wurden sie von Stadionsprecher Kai Fink.

Nachdem zuvor ein Festakt für geladene Gäste im Clubheim stattgefunden hatte, schritten nun Oliver Bieger, als Vertreter der Volksbank Hohenzollern-Balingen, sowie TSV-Vorsitzender Thomas Freudenmann und sein Vize Markus Schmid zur Enthüllung einer Spendentafel am Vereinsheim. Auf dieser Tafel sind alle Geldgeber namentlich aufgeführt.

Noch eine zweite Aufgabe wartete, der Durchgang auf den frisch und jungfräulich daliegenden Fußballplatz war durch ein rotes Ehrenband verwehrt. Es sollte von den dreien feierlich zerschnitten werden. Mit der Assistenz von Ortsvorsteher Erwin Staiger gelang das dann auch bravourös. Ein vereinsgeschichtlich historischer Moment, der von Beifall begleitet wurde.

Nicht ganz so beifallswürdig war das Ergebnis der anschließenden Fußballpartie. Ohne Rücksicht auf die weihevolle Stunde gingen die Spieler des FC Killertal einfach hin, gewannen das Spiel mit einem einzigen Tor und nahmen drei Punkte mit nach Haus, die auch dem Gastgeber im Abstiegskampf gut getan hätten.

Gelände ist rundum eingezäunt

Schutzaun Dass die Wut und der Ärger über den Schaden, den sie verursacht haben, etwaige Wildschweine nicht davon abhalten dürften, einmal wieder durch den Sportplatz zu pflügen, war den Verantwortlichen klar. Man hat als nicht nur den Platz saniert sondern auch das gesamte Sportgelände Schnait mit einem hüfthohen Wildzaun eingehegt.