Burladingen Reithmayer: „Wir roden hier gar nix“

Karl-Heinz (rechts) und Bernd Reithmayer (Mitte) am Beginn der Arbeit für den ersten Trail des Burladinger Bike-Parks. Inzwischen sind 450 Meter geschafft.
Karl-Heinz (rechts) und Bernd Reithmayer (Mitte) am Beginn der Arbeit für den ersten Trail des Burladinger Bike-Parks. Inzwischen sind 450 Meter geschafft. © Foto: Archiv
Burladingen / Matthias Badura 07.09.2018
Der Burladinger Bike-Park-Investor wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe entgegen der Bestimmungen des Bebauungsplans am Skihang Bäume gefällt.

Wurden außerhalb der gesetzlich erlaubten Zeit ohne Rücksicht auf den Naturschutz und entgegen der im Bebauungsplan vorgeschriebenen Bestimmungen dieser Tage am Burladinger Skilift Bäume gefällt? Die HZ berichtete über die Vorwürfe beziehungsweise den Verdacht, die der Nabu und die Ignuk gegenüber dem Liftbetreiber und Bike-Park-Erbauer Bernd Reithmayer erheben.

Ja, es wurden Bäume gefällt – bestätigte Reithmayer auf Anfrage der HZ. Aber, wie er hinzufügt, seien es nur „vier, fünf  Stück“ gewesen – alle waren ihm zufolge bereits kaputt, krank oder verletzt. Und auf keinem habe ein Vogel gebrütet oder sein Nest gehabt. Davon habe er sich überzeugt.

Es könne keine Rede davon sein, dass am Hang in größerem Umfang „gerodet“ werde. „Wir wollen ja schließlich eine Überdeckung mit Bäumen von 80 Prozent haben.“ Reithmayer weist außerdem auf die Ausgleichsmaßnahmen hin, die ihm der Bebauungsplan auferlegt. Unter anderem seien umfangreiche Neu-Anpflanzungen vorgeschrieben. „Wir tun unter Strich etwas Gutes für die Natur. Wir bauen hier doch kein Atomkraftwerk.“

Wie er weiter argumentiert, habe ihn das Genehmigungsverfahren für den Bau des Parks  „Nerven, Zeit und viel Geld“ gekostet. „Ich bin doch nicht so blöd und setze das jetzt aufs Spiel, indem ich was tue, was ich nicht darf.“

Die HZ fragte auch erneut  beim Landratsamt nach. Wie in der Mittwochsausgabe der HZ zu lesen stand, hat die Behörde den Hinweis von Nabu und Ignuk entgegen genommen und ist dabei, die Angelegenheit zu prüfen. Ein Ergebnis liege noch nicht vor, hieß es gestern morgen, es werde auch in den allernächsten Tagen nicht vorliegen.

Wie wiederum Bernd Reithmayer gestern Nachmittag sagte, sei ein Vertreter des Amtes inzwischen bei ihm vorstellig geworden. Er habe aber nicht den Eindruck gehabt, dass der Mitarbeiter der Behörde von dem, was er auf der Baustelle gesehen habe, sonderlich beeindruckt oder gar schockiert gewesen sei.

In den Augen des designierten Bike-Park-Betreibers sind die Beschwerden und Vorwürfe gegen ihn und sein Projekt reines Störfeuer. Dahinter würden einige wenige Gegner seines Vorhabens stehen. Ihnen gehe es gar nicht um die Natur, behauptet er. „Da will man touristisch was für seine Stadt tun und dann kommt sowas“, ärgert sich der Investor.

Arbeiten gehen weiter

Und nun? „Die Arbeiten gehen ganz normal weiter“, erklärt  Reithmayer. Inzwischen habe man 450 Meter des ersten von zwei Trails, die bis zum Frühjahr fertig sein sollen, geschafft.

Über Serpentinen und Schanzen ins Tal

Familienfreundlich Insgesamt sind neun Trails am Burladinger Delisberg (Skihang) geplant. Der erste, der dieser Tage entsteht, soll 2,4 Kilometer lang werden und über Serpentinen und Schanzen bergab führen. Es handelt sich um einen „Flowtrail“, der auch für Anfänger und Kinder befahrbar ist. 

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